Die fetten Jahre sind vorbei - ziemlich gut. Ein paar Längen in den Alpenszenen, aber sonst: doch, kann man haben. Der beste Darsteller übrigens eindeutig Burghart Klaußner. Erziehungsberechtigter Jan ist Newton-User, fiel mir gleich auf, hat mich gefreut.
jaja, ziemlich gut, aber eben nicht richtig gut. für mich hat der film tatsächlich erst mit burghardt klaußner angefangen.
Ich denke, ich verstehe, was du meinst. Aber ich nehme das Zeug als Vergleichsbasis, das bis vor kurzem aus Deutschland so kam (Katja Riemann etc.), dagegen strahlt der Film wie eine Sonne. Daniel Brühl ist natürlich problematisch, von Julia Jentsch will ich gar nicht erst reden, Stipe Erceg ist der beste Erzeihungsberechtigte, klar. Das Ende mit der Motoryacht - Panne. Und natürlich greift die politische Analyse meterweit zu kurz. Trotzdem - da ist was.
so, da komm ich grad nicht so recht mit:
wieso bitteschön sind brühl und jentsch für euch problematisch? warum soll gerade erceg der beste erziehungsberechtigte sein? weshalb fängt gerade mit klaußner der film richtig an?
ob das ende jetzt eine panne ist weiß ich nicht. ich denk mir halt, dass soll halt ein "happy end" bieten, ohne dass es plump ist - da es durch seine surrealität gleichzweitig kritik an sich äußert.
der film ist halt von "politischen" leuten für "massenkino" gemacht worden. dafür ist er IMHO erstaunlich kritisch und gut gelungen. er macht spaß ohne klamauk zu sein.
Let's face it: Brühl is a rodent. Nicht unsympathisch, nicht ohne Qualitäten, aber doch von einer unangenehmen Hysterie, die mich aufbringt. Insofern die Idealbesetzung für die Rolle. Mit Julia Jentsch haben sie nur irgend eine Liesl angeschleppt, die diese Lieslrolle spielen soll. Ganz schlimm in den Liebesszenen, und dann "Halleluja" von Cohen drübergelegt - nee, nee, nee. Das Ende soll ja die falsche Moral verhindern, dass nämlich die jungen Leute sich jetzt ihre Hörner abgestoßen haben, dass sie klug geworden sind anhand ihrer missglückten Entführung, es soll den fortgesetzten Bruch, die aufrechterhaltene Unversöhnlichkeit auf Seiten der Erziehungsberechtigten darstellen, die Hardenberg für seinen Teil per Verrat ja schon demonstriert hatte. Das Aktionsziel (die Kontrollstation für die Satelliten) ist als solches nicht ungeschickt gewählt, bleibt dem angedeuteten Programm der Gruppe treu, aber das Ende mit der Motoryacht ist so märchenhaft, kann es nach Art und Anlage des Films nur sein, dass dann doch wieder alles im Blau des Mittelmeers entschwebt. So ungefähr.
der film ist halt von "politischen" leuten für "massenkino" gemacht worden. dafür ist er IMHO erstaunlich kritisch und gut gelungen. er macht spaß ohne klamauk zu sein.
Würd ich ähnlich sehen.
Der Film bekommts gut hin, dass auch mein potentiell FDP-wählender Bruder und seine völlig unpolitische Freundin den Film mochten und ein wenig zum nachdenken kommen, während auch ich ihn gut fand.
Daniel Brühl fand ich in Das Weisse Rauschen ziemlich gut.
Erziehungsberechtigter Peter trägt Adidas. Anti-Sweatshop-Jule scheint das nicht zu kümmern.
Sehr guter Film übrigens.
ach,
der moderne anti-whatever(wollte irgendwas mit -fa/-imp/-deutsch schreiben, aber das trifft es nicht) traegt doch eh markenklamotten, das ist kein widerspruch, nicht mal ein neben-.