ekz-Informationdienst! Du lobst mein jüngstes Buch und empfiehlst es den deutschprachigen Bibliotheken zur Anschaffung. Das ist gut, ekz-Informationsdienst! Deine Empfehlung eröffnet mit den Worten: "Berlin 2030. Dank digitaler Körpernetze unterliegt die Bevölkerung der totalen Kontrolle." Auch weiterhin stellst du den Aspekt der Überwachung und der Kontrolle in der Mittelpunkt. Das ist nicht gut, ekz-Informationsdienst. Denn dort steht er nicht. Im Mittelpunkt. Der Kontroll- und Überwachungsaspekt. Ehrlich gesagt ist er sogar eher randständig. Du erklärst: "Durch ein geheimes Menschen-Experiment jedoch erlangen 3 Jugendliche die Fähigkeit, telepathisch alle Datenbarrieren zu überwinden und damit das Staatssystem zu stürzen." Will mal so sagen, ekz-Informationsdienst: Knapp daneben ist manchmal auch voll vorbei. Stimmig an dieser Auskunft ist das Verb "erlangen". Einer der drei glaubt, mit den aufpolierten Körpernetzen weltbewegende Dinge in Gang setzen zu können und kassiert von den beiden anderen fette Minuspunkte für Größenwahn. Ganz wer anders macht dann zum Schluss wirklich was mit den neuen Möglichkeiten, während die drei Jugendlichen Fersengeld geben, um nicht zu Hackepeter verarbeitet zu werden. Dann lässt du noch das Stichwort "Matrix" fallen, ekz-Informationsdienst. Das tut dann aber in echt weh. Mein Buch ist ein bescheidener Zwischenruf in der Matrix: "So läuft das nicht", lautet er. Nicht mit der Maschinenherrschaft, nicht mit der Rebellion, nicht mit dem Neo-Messias. Aber, ekz-Informationsdienst! Du musst Kurzinformationen für Bibliothekare bereitstellen, die schnell entscheiden sollen. Das muss rappzapp gehen mit den Kurzbesprechungen. Und in 17 Zeilen passt nicht alles rein, was in 160 Seiten reinpasst. Daher, ekz-informationsdienst! Trotz einer gewissen inhaltlichen Unschärfe: Danke!