Das war ein Strand, nur an den Enden belagert, und frei genug dort, wo wir waren; man baute sich Hütten aus Bambus, um der Sonne zu entgehen, dem Wind aber nicht; das Meer stand zur Verfügung bei machbaren Preisen.
Im Ort und darum herum gibt es eine Kolonie von deutschsprachigen Althippies und -aussteigern, auch in saisonaler Teilzeit (sommers dort, winters hier), sie leben von denen, die nur zu Besuch kommen. Man hat kleine Boutiquen, eine Surf- und Segelschule, macht Olivenöl, man kennt sich, man war schon vor zwanzig Jahren hier, ab und zu gibt es eine Strandparty. Es gibt auch Kreativitätstraining, Tanz & ein wenig Seelenpflege in der Sonne, abends zum Meeresrauschen. Nichts Großes, es soll nicht zu schnell werden. Das kann so bleiben, denn große Bauvorhaben wurden zunächst aufgegeben.
Auf der Suche nach einem Busfahrplan. "Where can the tourist office be found?" "We are all the tourist office." Kalimera, kalimera.
Kleine graue Fische wurden angeschwemmt, die hatten die Waldbrand-Asche für Futter gehalten.
Wenn man lange an einem Strand ist, dann bemerkt man die Veränderlichkeit. Auf gleiche Weise anders sein, ist eine Tugend des Meeres. Ich glaube, es will nicht fotografiert werden.
Manchmal verlaufe ich mich ja ganz gern in die Nebensachen. Hier war es eine Ferienanlage etwas ab vom Strand, geplant anscheinend von amerikanischen Developmentstrategen für die Zeit nach einem Sieg in Vietnam, dann seltsamerweise in Griechenland realisiert; irgendwas zwischen Palm Springs, Saigon und wieder Griechenland, eine Mini-Insel der architektonischen Verzweiflung, mit passendem Mini-Market, wo die Waren in kleinen, weit voneinander entfernten Haufen auf den Regalen lagen. Nicht einmal das Eis in der Truhe war das gewohnte, wo der Frappé doch in G überall von der gleichen Firma kommt, der bekannten. Ich kaufte das Eis, es war furchtbar. Aber ich aß es, aus Trotz. Auch der passende Sportplatz. Wer kann dort Urlaub machen? Fun on Terminal Beach.
Ich hab das probiert mit den Kaktusfeigen. Bis die winzigen Haarstacheln wieder aus meiner Hand entfernt waren, es dauerte seine Zeit.
Die Kinder suchten Muscheln und fanden dieses wunderbare Meeresglas, das rund und stumpf gewaschen worden ist, vielleicht sind es ja doch versteinerte, verglaste Bonbons. Paul fand ein blaues Stück, es war ihm gleich heilig.
Der verrückte Inder, mit Videokamera und Bambustaktstock bewaffnet, er hetzte seine Tochter am Strand entlang. Schwimmen sollst du, schwimmen!
Manchmal langweilte ich die Kinder mit Erklärungen. Ich mochte meinen Bauch nicht.
Vanadium I-Ching
Neue Demokratie, alte Rechtschreibung
Tools of the Trade
Palm Springs / Greece
Die Badende
I. aus A.
Das Boot hieß tatsächlich "Amoco Cadiz".
Die "Nea Dimokratia" ist übrigens die konservative Regierungspartei. Ich fand es schon immer seltsam, dass die Mainstream-Parteien in GR (N.D. und PASOK) fanatische Anhänger haben -- hier würde doch niemand "SPD" oder "CDU" an die Wand schmieren.
Der Stratege da oben hatte das an sein eigenes Haus drangemalt, glaube ich. Aber stimmt, ich habe auch Graffiti von der PASOK an Umspannhäuschen etc. gesehen.