Auch schön: diese ständigen Rückschritte bei der telefonischen Klangqualität. Anrufe in den Nachbarort klingen plötzlich, als habe man die innere Mongolei via Telesat Canada am Rohr, andere Bekannte wiederum scheinen nur noch vom Badezimmer ihrer leergeräumten Wohnung aus zu telefonieren. Demnächst dann Rundum-Sorglos-Pakete für den Einsteiger (4,95 Euro pro Monat), bei denen Morsen in der Flatrate drin ist.






Klang Käse wegen Voice over IP?


Das kann ich nicht wissen. Als hier das BaWüTeKoUn doch noch zum Zug kam, fragte ich, ob dann VoIP Thema sei. Antwort: Jein. Alles leidet unter Kompression.


"Allein schon der Gedanke an einen Providerwechsel jagt mir Schauer über den Rücken." Hier desgleichen. Allerdings zahlen wir uns langsam dumm für diesen ganzen Kommunikationsquatsch bei drei verschiedenen Unternehmen (Festnetz, Taschentelefon, Internet). Da liegt der Wechsel vom kleinen feinen ISP der ersten Stunde zur Flatrate des Ex-Monopolisten nahe. Dafür spricht: Es scheint die einzige Telefon-Flat zu sein, die nicht mit VoIP arbeitet. Sehr dagegen spricht außer der eiszapfenkalten Hotline etc. auch, dass kein anderes Unternehmen derart geil zu sein scheint, Verbindungsdaten zu sammeln bis sie schimmeln (und ggf. an beliebig befugte oder unbefugte Amtspersonen weiterzuleiten, versteht sich). Dilemma.


Ach, da quetscht sich nur gerade der Bundestrojaner durch. Wird schon wieder. Aber wenn er erst mal da ist, will er Filterkaffee, das muss Ihnen klar sein.


"Teetrinker? Mitkommen."


Ja, ich stell mir vor, wie das so ist, wenn der Bundestrojaner wirklich da hockt, in der Wohnung, breitärschig, sich am Sack kratzt und mit wässrigen Augen die Bücherrücken im Regal abguckt, mit seinen unweigerlich zu dicken Fingern die Gardinen nach der Goldkante abtastet und sein Doppelkinn nicken lässt; "Brav, brav", sagt er, als er den Leberkäse riecht, den ich für ihn in die Pfanne gehauen habe, weil ich auf die Macht des Cholesterins hoffe.


Hat aber Maßnahmen gegen die Gewalt auch gelesen, will dann doch was Gesundes, geht nachher joggen, sperrt von außen ab, nimmt den Hausschlüssel mit.


Der Bundestrojaner wird allen Flughäfen mitteilen, dass fortan auch Cholesterin im Handgepäck verboten sei.


Und verlangen, von mir in einer durchsichtigen Plastiktüte in den Duty-Free-Shop getragen zu werden. Unter Absingen der Nationalhymne, selbstverständlich.


"Haben Sie das Cholesterin im Blut, sind Sie selbst in einer durchsichtigen Plastiktüte durch den Zoll zu tragen."


Ihr Blut in den einen, sie selbst in dem anderen Sack. Unsere Ideen tragen sich von ganz allein.


Eau de Cholesterogne