Nochmal All Tomorrow's Parties gelesen. Hat mir erstaunlicherweise viel besser gefallen als beim ersten Mal. Was ist geschehen? Hat sich mein Englisch derart verbessert? Hab ich genauer hingesehen? Den Schluss finde ich immer noch sehr schwach, das zentrale Dingsymbol, die Armbanduhr, funktioniert immer noch nicht (im Gegensatz zur Curta in Pattern Recogition). Der taoistische Killer ist immer noch überzeichnet. Stört mich aber nicht mehr so sehr, meine neue Leseerfahrung wurde mehr von den Stärken des Buchs geprägt. John Clute sieht hier ziemlich klar, wenn er sagt:
What comes as something of a shock in the new novel is the sustained urgency of the telling, the unerring rightness of what it actually says about the new world. It is as though William Gibson had attained, without the terminal cost more normally charged, the clean-burn ferocity of the writer who has grown old and knows he must say something more, very fast. Insofar as it has been stripped, for most of its length, of most of the gestures of youth, All Tomorrow's Parties is an old man's book.
2009 dann nochmal Pattern Recognition testen.
Pattern Recognition fand ich beim nochmaligen Lesen besser als am Anfang. Die Zukunft können eh nur noch die Jungen sehen. Ich habe aber auch keine Lust, meinen eigenen Pessimismus als Dystopie aufzuschreiben. Das ist uncool.