Gibson, Idoru. Wie erwachsen die Jugendlichen sind, und wie kindisch die Erwachsenen (z.B. Blackwell). Überhaupt die Konzepte von Jugend und Erwachsensein in Science Fiction-Romanen. Sicher nicht Gibsons bester Roman, aber beim zweiten Lesen ergibt sich doch eine ganz ähnliche Überraschung wie bei All Tomorrow's Parties.
Ich mochte die Szene mit der chemisch eingefrorenen Pisse im Treppenhaus des japanischen Nachtclubs.
Chias "Sandbenders"-Computer. Der kühle Empfang beim Tokioter Lo/Rez-Fan-Club. Laney und seine nodal points. Da steckt für mich eine ganze Menge zum Mögen drin. Am meisten bewundere ich, wie er Details streut, aus dem Handgelenk. Altert auch viel besser als Neuromancer.
Von wegen "wieder lesen": Gibson macht einfach eine Welt auf, in die ich gerne zurückkehre, so unwirtlich sie auch sein mag. Neuromancer war ein Zuckerflash auf der Grosshirnrinde. Aber ein gewaltiger. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, wollte ich selber schreiben.
Für mich hat er - mit Verspätung ('89) - Science Fiction wieder möglich gemacht.
Hey, ein Jugendschwarm, für den ich mich nicht zu schämen brauche. Ein echtes Privileg.
Absolut. Gerade beim zweiten Durchgang mit seinen späteren Sachen stellt sich jetzt das Gefühl ein, nicht völlig auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.