Mittwoch, 28. Oktober 2009




by The Hitchcocks





Montag, 26. Oktober 2009

Augenhöhe





Sonntag, 25. Oktober 2009


Stoffsammlung eines PR-Beraters

Beim Kaukasus denkt man gleich an Opium. An Kapseln, aus denen die Schlafmilch rinnt und an zerfurchte Gesichter, in denen dünn rauchende Pfeifen stecken. Enstprechend das Zubehör: Kalaschnikows, wehklagende Frauen und Kleinkinder ohne Unterhosen. Der Kaukasus wird gesehen als ein Problem, da er die Heimat von Menschen mit wilder Anmutung und ungepflegten Bärten sein soll. Dabei gibt es dort Berge wie überall in den Alpen, und wer den Kaukasus bereist hat, meidet schnell die einheitliche Meinung. Die lieblichen Bergtäler des Kaukausus mit ihren saftig-grünen Matten und im Wind wogenden Opiumfeldern können es mit jeder Agrarlandschaft in Mitteleuropa aufnehmen, Allgäu und Estremadura inklusive. Für den, der mit dem richtigen Ohr zu hören weiß, kann Geschützdonner auch wie die Begleiterscheinung eines rein natürlichen Gewitters klingen. Im Kaukasus wird Tabak angebaut, der auch auf den Straßen Moskaus reißenden Absatz findet. Man muss sich die Region wie eine Frucht vorstellen: außen hart und innen strohig, aber dazwischen, zwischen all dem unbrauchbaren Material: welche Süße. Die Musik, die Gastfreundschaft, die schmackhaften luftgetrockneten Teigfladen, die im zupackenden Idiom der Kaukasier "Ochsenscheiße" genannt werden. Wer würde von einem Granatapfel etwas anderes verlangen, als die Kerne? Man muss wissen, wo und wann im Kaukasus anzusetzen ist, wie bei allen Problemfällen. Zum Beispiel wenn es im Kaukasus schneit, dann hältst du aber die Luft an, weil atmen kannst du ohnehin nicht mehr, so dicht sind die Flocken. Und wenn ein Kampfhubschrauber, von einer Flugabwehrrakete tödlich getroffen, brennend dem Aufprall entgegenrast, hat das etwa keinen ästhetischen Mehrwert? Der Kaukasus und sein schlechtes Image. Dagegen formiert sich Opposition, langsam aber sicher. Wie auch in Kambodscha, im Kongo, in Kolumbien. Man muss von den Fakten ausgehen. Ad 1. In Amerika ist die bevorzugte Menschenart die kaukasische. Ad 2. Im Kaukasus gibt es nicht nur Landwirtschaft, sondern auch eine stetig ansteigende Industrie. Zum Beispiel wird dort in hohem Maß Kaliumpermanganat hergestellt. Nicht Wasserstoffperoxid, das kommt eher aus dem Ural.

© Marcus Hammerschmitt, 2008





Samstag, 24. Oktober 2009

Kissenkampf





Freitag, 23. Oktober 2009




Mimi crie.





Bodyguard





Donnerstag, 22. Oktober 2009

pdb





Mittwoch, 21. Oktober 2009

Atomfun in Biblis.





Jump








  • Mit Gleichaltrigen über Krankheiten und Medikamente reden.

  • In die Pfalz fahren, bei den Touren durch die Weinberge auf viele Rentner treffen, denken: noch 20 Jahre, mit den Freunden über Medikamente, Krankheiten und Lebensentscheidungen reden.

  • Auf das Alter zugehen, in dem man den Vater immer noch sieht. Mit ihm darüber reden.

  • Von einem Achtjährigen spontan einen gezeichneten Kilroy geschenkt bekommen. Ein netter Onkel werden.

  • Zwei Japaner beobachten (beide ca. 25 J. alt), die in der kleinen Stadt die Graffitifassade des örtlichen Jugendhauses bewundern. Einer ruft "Sugoi!", in japanischen Anime hört man das andauernd, und es heißt in etwa: "Geil!" Sein Freund fotografiert. Die beiden angrinsen.

  • Den Bruder anrufen. Mit ihm über die Kinder reden.

  • Der alte Scherz über die Zahl 42.

  • Und so.





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