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Dienstag, 4. März 2008

Ok, cut & paste geht in OS X nicht mit Dateien. Und es gibt anscheinend Gründe dafür. Gib es Gründe gegen den Umweg über den Papierkorb? Riechen die Dateien danach schlecht? (Ihr wisst schon, dieser Geruch nach Abfallbehältnissen, die eigentlich nur für Papier bestimmt sind, in die aber hin und wieder auch ein Apfelbutzen fällt.) Verringert sich das Mindesthaltbarkeitsdatum? Sind sie danach bestoßen, angestaubt und von der Preisbindung befreit? Die Dateien? Hm?







Mingulay




Nine Inch Nails, Ghosts I (rechts oben, "free download").





Doug Woke up





Montag, 3. März 2008

Interview





Sonntag, 2. März 2008

Michael Clayton. Okayenes Politainment. Für all die Scheiße, aus der er kleine Männchen bauen muss, sieht Georgieboy natürlich noch viel zu gut aus. Die Synchronisation grenzt streckenweise mal wieder ans Debile. Tilda Swinton? Yo. Das moralische Ende? Zu genehm. Das ästhetische Ende? Die Taxifahrt am Schluss? Ok.







Wir waren wieder unterwegs. Ich las z.B.:

Sonn

Zum Beispiel der Sonntag. Während er früher ein Unterbruch der Arbeitswelt war, ist er heute ein Gewese. Er hat großen Totentext einmal geschrieben, jetzt schreibt er Kleinbuchstaben. Alles war tot. Die Luft war so tot, sie schied die Fliegen aus sich ab, uns auf die Teller. Der Sonntag gab den großen Aufträgen laut: am Leben uns freuen, die Kunst verstehen, das sollten wir. Nichts davon war machbar sonntags, ein Gelingen im Widerspruch. Die Tischdecken, ich sehe sie noch, faserten aus in ägyptischer Geduld. Unsere Därme trockneten im Stickbalsam der Zeit. Wir staubten durch die Zimmer. Gewappnet mit Schönheit wissen wir jetzt nicht einmal mehr, wie das ist, festtäglich erstorben zu sein. Wir singen alles, was uns einfällt, und das ist viel. Man hebt seine Hand zum Klingeln, und manchmal ist da ein Glöckchen. Von draußen ein Lärm, als sei die Stadt fest, und verdiene deshalb Belagerung. Ein Pusten. Die Wissenschaft zupft an uns, als seien wir Froschschenkel. Nichts stummt mehr. Nichts steckt uns mehr seine trockene Faust in den Rachen, auf dass wir uns gemütlich daran blau würgen, bei schlagendem Herzen. Der liebe Sonntag, der uns den ersten glitzernden Erguss brachte, weil unsere Hoden prüfen mussten, ob sie lebten. Der uns geschmiedet hat mit den Hämmern der Gleichförmigkeit. Der uns all das geschenkt hat, was uns auf den Grund eines grüntrüben Teichs zog, damit Karpfen vom Anfang der Welt über uns dahintreiben konnten.

© Marcus Hammerschmitt, 2008





Samstag, 1. März 2008

wine photographer





Caged





True art never dies.





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