Montag, 14. August 2006


Du bisch doch voll crucial hier.






Damals, wenn wir beim Drogisten Salpeter und Schwefel kauften, um Schwarzpulver zu mixen, wurden wir immer angezwinkert: Macht bloß keinen Quatsch damit. Vielleicht ist das bei den Epothekern heute auch so. Wahrscheinlich nicht.

Yeah, we was troubled youth alright. Mit dreizehn hatte ich eine helle Jeansjacke, da pappte ein Aufnäher in Form des eisernen Kreuzes an der Schulter. Ich steckte auch noch einen Franz-Josef-Strauß-Button an den Kragen. Aber mit sechzehn war bei mir Schluss: Ich erkannte die verbrecherische Natur des Systems und ersetzte den Bundesadler auf meiner Bundesgrenzschutztasche durch ein Yin- und Yang-Symbol.

Hab ich sogar noch, glaub ich.





Samstag, 12. August 2006


Zielvereinbarungsgespräch






Kinobranche geschockt: King Kong war früher bei der Affen-SS!





Freitag, 11. August 2006



Der samtene Nachmittag.






Prof. Joseph Beuys.





Donnerstag, 10. August 2006


Die kleenen dummen Tussen waren in der großen dummen Stadt. Einkaufen, wat denn sonst. Dann springen sie wieder nach Haus. Zum Bahnhof wird gesprungen. Rein in den Zug. Wie ist das lustig, dass es einen Zug auf der Welt gibt! Und andere Leute, die ihn auch benutzen! Die kleenen dummen Tussen finden alles komisch, außer sich selbst. Sie springen von Abteil zu Abteil, bis sie einen Platz für ihre kleinen dummen Tussenärsche finden. Kaum setzen sie sich, klingeln alle Tussenhandys. Schnatter, schnatter, schnatter! Quackel, quackel, quackel! Der Zug ist inzwischen losgefahren, er hat flüchten wollen vor den kleenen dumme Tussen, aber es nützt nichts, sie sitzen ja in ihm. Da will er es nur noch hinter sich bringen, die kleenen dummen Tussen da abladen, wo sie hingehören, und er zischt aus dem Bahhof, dass es nur so zischt. Die Tussen kommen jetzt erst recht in Fahrt. Sie zerren aus ihren Plastiktüten, was sie eingekauft haben. Hihihi, wie lustig. Sie kriegen ganz rote Flecken vor Eifer und Begeisterung, und ganz spitze Zähne, wie kleine Frettchen, die ihre Beute in den stinkigen kleinen Frettchenbau reingeschleppt haben, und jetzt ein bisschen annagen, bevor sie sie später auseinanderreißen. Schuhe haben sie gekauft, und "Love!" steht darauf. T-Shirts haben sie gekauft, "Lover!" steht darauf. Hosen - "I love you!" Jacken - "Love City!" Dann singen sie das alte Lied "All you need is love!" Und kichern sich durch eine kleine Frettchen- und Tussengeschichte, in der Hanzi mit Franzi geht, aber Pippi nicht mit Poppo. Hihi! Hihihi! Nochmal alle Handys. Quak, quak, quak! Draußen rauscht die kleene dumme Landschaft vorbei, und auch das finden die kleenen dummen Tussen zum Kichern. Hihihi. Noch heute abend gehen sie auf eine Party. Und morgen sterben sie alle an Lebensmittelvergiftung.






Unglück durch Anpassung.






Delmenhorst.





Mittwoch, 9. August 2006



Come on, feel the passion.





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