Die kleenen dummen Tussen waren in der großen dummen Stadt. Einkaufen, wat denn sonst. Dann springen sie wieder nach Haus. Zum Bahnhof wird gesprungen. Rein in den Zug. Wie ist das lustig, dass es einen Zug auf der Welt gibt! Und andere Leute, die ihn auch benutzen! Die kleenen dummen Tussen finden alles komisch, außer sich selbst. Sie springen von Abteil zu Abteil, bis sie einen Platz für ihre kleinen dummen Tussenärsche finden. Kaum setzen sie sich, klingeln alle Tussenhandys. Schnatter, schnatter, schnatter! Quackel, quackel, quackel! Der Zug ist inzwischen losgefahren, er hat flüchten wollen vor den kleenen dumme Tussen, aber es nützt nichts, sie sitzen ja in ihm. Da will er es nur noch hinter sich bringen, die kleenen dummen Tussen da abladen, wo sie hingehören, und er zischt aus dem Bahhof, dass es nur so zischt. Die Tussen kommen jetzt erst recht in Fahrt. Sie zerren aus ihren Plastiktüten, was sie eingekauft haben. Hihihi, wie lustig. Sie kriegen ganz rote Flecken vor Eifer und Begeisterung, und ganz spitze Zähne, wie kleine Frettchen, die ihre Beute in den stinkigen kleinen Frettchenbau reingeschleppt haben, und jetzt ein bisschen annagen, bevor sie sie später auseinanderreißen. Schuhe haben sie gekauft, und "Love!" steht darauf. T-Shirts haben sie gekauft, "Lover!" steht darauf. Hosen - "I love you!" Jacken - "Love City!" Dann singen sie das alte Lied "All you need is love!" Und kichern sich durch eine kleine Frettchen- und Tussengeschichte, in der Hanzi mit Franzi geht, aber Pippi nicht mit Poppo. Hihi! Hihihi! Nochmal alle Handys. Quak, quak, quak! Draußen rauscht die kleene dumme Landschaft vorbei, und auch das finden die kleenen dummen Tussen zum Kichern. Hihihi. Noch heute abend gehen sie auf eine Party. Und morgen sterben sie alle an Lebensmittelvergiftung.






Wo ist die Party?


In der Einliegerwohnung.


sturmfreie

bude etwa?


Eher nicht. Fand möglicherweise unter Anwesenheit von Junggeliebenen statt.


Immer ein Buch dabei hilft auch nicht gegen die bösen Gedanken, wenn ich sie sehe, die Tussen, und höre, im Zug vor allem.

Die Version mit den Jungs ist kurz: sitzen breeeeiiitbeinig im Zug, schubsen sich dauernd brutal auch im Sitzen und beleidigen sich gegenseitig, ziehen über "dumme Fotzen" her und erzählen sich laut Masturbationsmärchen, um die anderen Passagiere anzuekeln. Als gäbe es noch irgendetwas wirklich Ekliges auf der Welt.

Nicht wirklich.

P.S.: "Der Zug ist inzwischen losgefahren, er hat flüchten wollen vor den kleenen dumme Tussen, aber es nützt nichts, sie sitzen ja in ihm." Das ist jelinek. :-D


Jugendliche überhaupt!


Ja, überhaupt. Ich hab als solche die Umgebung mit finsteren Blicken und mürrischen Mundwinkeln angeödet; das hat sich eingewöhnt. No future. :-D


manchmal schaudert mir vor ihrer wut - seltsam, zwar empfinde ich manchmal ähnlich, aber vor diesem rauslassen fürchte ich mich. will halt doch nett zu menschen sein - manchmal zumindest...


Kann ich verstehen -- das Problem ist, dass sich das "Rauslassen", falls es je käme, mit ziemlich großer Sicherheit gegen die Falschen wenden würde.


Hey, MH goes Taxi Driver! (Oder der Kater Clark Gable in den Edika-Comics: "Warum soviel Hass?")



ChickenKilla!