Mittwoch, 29. März 2006


Schon seltsam, über flickr mit jemand aus dem Sudan zu kommunizieren.






Stamm John F. Kennedy.





Dienstag, 28. März 2006


Es waren lange zermürbende 90 Minuten für Adebowale Ogungbure vom FC Sachsen Leipzig. Immer wieder ahmten die gegnerischen Fans Affenlaute nach, beschimpften den 25-jährigen Nigerianer. Als er den Platz nach dem Spiel verlassen wollte, nahmen die Pöbeleienzu. Ogungbures provozierende Reaktion: Er reckte den Arm zum Hitlergruß und legte zwei Finger unter der Nase quer, um ein Hitlerbärtchen zu formen. Die Folge: Er bekam eine Anzeige, weil er ein verfassungsfeindliches Symbol in der Öffentlichkeit gezeigt hatte.






Was dann von diesem Werte-Gefasel übrig bleibt: gedanklich konfuser, aber ideologisch eindeutiger Propagandadreck.






Seltsam. Während sich der SpON bei den Banlieue-Krawallen gar nicht einkriegen konnte vor Angstlust und das Übergreifen auf deutsche Städte gerne im Alleingang herbeigeschrieben hätte, herrscht zum heutigen Quasi-Generalstreik - Stille. Und nicht nur beim SpON. Ein paar magere Zeilen beim ORF, Reuters-Meldung halt.

Bescheid sagen.





Montag, 27. März 2006


My Dearest beloved






Nachruf auf Stanislaw Lem [Illustration: Günter Hack].






20050903 Holbrook, Arizona 004







Jin Roh. Meine Güte. Wie ist das mit eigentlich mit Filmen, in denen nichts übrig bleibt? In denen alles abgenagt wird, bis auf die Knochen? Die 120 Tage von Sodom, Clockwork Orange usw. Kann ja sein, dass Jin Roh die emotionale Krankheit Faschismus ganz gut erklärt, als Panzerung des Mannes gegen jede Form von Liebe. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob er sie nicht doch auch verherrlicht. Okiura und Oshii würden ihren Film vielleicht als illusionslos bezeichnen wollen, aber ich war noch nie der Meinung, dass Nihilismus, bei dem am Schluss nichts anderes übrig bleibt als die endlose Gewalt, ideologiefrei ist. (Sehenswert? Sicher, sicher).

[Andere Meinungen]





Sonntag, 26. März 2006



Zeigt her eure Füße.





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