An diesem Haus kann man es sehen. Die Menschen sind verschieden. Manche, die neu einziehen, bohren ein paar Löcher, um Bilder aufzuhängen und Regale zu fixieren, und das war es dann schon. Andere betrachten ihre neue Wohnung eher wie ein Bauer den Acker. Sie fühlen sich unwohl, so lange nicht alles von vorne bis hinten umgepflügt ist, so lange der Marktleiter sie nicht per Handschlag begrüsst, wenn sie den Baumarkt betreten. Und dann geht das los mit der Individualität, da bleibt aber kein Auge trocken. Der König war einer, der nach Einzug mehrere Monate an seiner Wohnung bohrte, hämmerte, schraubte und schleifte, dass es eine Pracht war, jeden Abend, mehrere Stunden lang. Wenn man ihm im Treppenhaus begegnete, wirkte er immer wie Hannibal bei der Alpenüberquerung: Eile, Entschlossenheit, Tatkraft. Ein halbes Jahr später war er wieder draußen. Er hatte wohl alles optimiert, was zu optimieren war, und brauchte eine neue Herausforderung. Die Jungs, die jetzt eingezogen sind, haben nicht ganz Hannibals Klasse, aber sie sind ihm dicht auf den Fersen.