Eyes Wide Shut. Was für ein unglaublicher Film. Ob Cruise und Kidman je begreifen können, wie grausam sie von Kubrick als Perfectobots benutzt worden sind, die beim Erzählen einer tragischen Geschichte beinahe zu Menschen geworden wären? Welche Rolle sie in diesem Vorläufer und Vorbereiter von AI gespielt haben, umgeben von Schauspielern, die ein Hunderstel ihrer Gagen bekommen und unvergleichlich viel besser sind (z.B. Marie Richardson als Marion Nathanson oder Alan Cumming als schwuler Hotel Desk Clerk)? Oder haben sie es schon begriffen und akzeptieren sie in ihrer furchtbaren Professionalität,dass es eben diese Rollen sind, die filmhistorisch von ihnen übrig bleiben werden?

Das grausig Komische an der Art, wie Dr. Harford immer wieder am Fremdgehen gehindert wird. Ligetis Musik. Die Erklärung der Pornographie in einigen wenigen Bildern. Die Übelkeit, die dieser Film auslösen kann. Der eine, einzige Stilfehler, wahrscheinlich auch bewusst kalkuliert: dass die New York Post, die Harford an dem Zeitungsstand kauft, die Schlagzeile trägt: "Lucky to be alive".

Parallel dazu eine Hörspielfassung von Christoph Heins Willenbrock gehört. Wegen der ähnlichen Themen ein netter Kontrast.






Ja, aber was mich an den Bots stört: Sie halten einen aus der Geschichte draussen. Und zwar genau so, als hätte Kubrick sich selbst nicht getraut.


Kann ich für mich jetzt so nicht bestätigen. Die Versuchsanordnung für die Perfectobots läuft ab, und die Geschichte packt mich gleichwohl. Auf der DVD ist auch noch je ein Interview mit den beiden. Du kriegst das Gruseln.