Meine Güte.






Spielen Sie eigentlich World of Warcraft?

Mein Nachhilfeschüler (17), der ein inniges Verhältnis zu seinem Rechner pflegt, teilte mir kürzlich mit, er halte das Lesen von Büchern "für die größte Zeitverschwendung überhaupt."


Ich fühle mich von Computerspielen meistens gleichzeitig hoffnungslos über- und unterfordert. Eine Art hocherhitzte Langeweile überkommt mich dann, sehr ermüdend das. Die Sache mit der Zeitverschwendung finde ich lustig. William Gibson hat einmal gesagt, das Internet sei die größte Zeitverschwendung überhaupt, und das sei genau das Gute daran.


Ja... Meine Computerspielphase endete vor fünf Jahren, ich habe das alles seither nicht mehr wirklich verfolgt, aber die Entwicklung, die da im Bereich MMORPGs inzwischen stattgefunden hat, ist ja schon irgendwie faszinierend und erschreckend zugleich... Zum einen die Strukturen, die sich bilden, zum anderen die einzelnen Verhaltensweisen, die sich da entwickeln, beides sowohl innerhalb der virtuellen Spielwelten als auch in der realen Administration der Spiele, und dann die Interaktion beider Sphären... und wie sich dabei wohlbekannte Zusammenhänge der globalen wie lokalen kapitalistischen Realitäten gezerrspiegelt wiederfinden...


Nicht nur die, scheinbar: