Schäuble ist übrigens auch ein ausgebuffter IT-Fuchs. Er hat schnell mal einen guten Ratschlag zur Hand, wenn's brennt. Dennoch ergibt sich die eine oder andere Frage. Ist der Verkauf von biometrischen Personalausweisdaten an die Wirtschaft auch Teil des "Nationalen Plans zum Schutz der Informationsstrukturen"? Wird dieser Plan wirklich, wirklich uns alle schützen? Oder doch nur die Blonden und Blauäugigen?

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So eine niederträchtige Scheisse hätte ich höchstens der Stasi zugetraut. Allein schon deswegen sollten die zuständigen Figuren aus dem Amt gejagt werden. ("Tja, Sie wollen eine Krankenversicherung? Nicht bei uns. Schlechte Genprognose. Wiedersehn.")


Unverschämtheit. Alles gar nicht wahr. Eine Aufnahme des DNA-Profils in den biometrischen Personalausweis ist doch erst für 2010 geplant.


Als der fähigste IT-Experte outete sich allerdings der hier zitierte Dr. Würmeling aus derselben Fraktion. (Neben den üblichen Dummdreistigkeiten der Frau Zypries natürlich.)



Auf den Tisch kam zudem wieder der langjährige Streit um die Softwarepatent-Richtlinie der EU. NGOs hätten sich nach der Beerdigung des Gesetzesentwurfs laut Zypries "falscherweise die Hände gerieben". Das Vorhaben hätte ihrer Ansicht nach "die bestehende Rechtsgrundlage im Grunde auf ein höheres Niveau" gehoben, also etwa die Latte bei Stellschrauben wie der Erfindungshöhe höher gelegt. Joachim Wuermeling, Ex-EU-Abgeordnerter der CSU und Berichterstatter in der Softwarepatent-Debatte, monierte, dass eine "geistige Bewegung", die "dem Freakbereich verbunden" sei und sich mit dem "Antifaschismus im Internet" vereint habe, "den Mittelstand irregeführt" habe.

Latte? Stellschrauben? Geistige Freakbewegung? Antifaschismus? Irreführung des Mittelstands? Was ist denn da für eine Freakbewegung am Texten?