Oh, wie schön ist Panama. Bis David seine Fee findet, funktioniert AI als Märchen recht gut, als Science Fiction eher weniger, als Kubricks Vermächtnis überhaupt nicht. Danach hört das Funktionieren komplett auf; here, there, everywhere. Dass der kleine Nexus-6 im Angesicht seines Idols zweitausend Jahre verharrt, wäre ein halbwegs brauchbarer Schlusspunkt gewesen, aber nichts da - die gütigen Sternenwesen kommen, und alles wird in Bullshit ertränkt. Oder eher, um in der Bildsprache des Films zu bleiben, in einen gigantischen Block aus Uber-Kitsch eingefroren, auf dessen Auftauen man vergeblich warten würde, selbst wenn man zweitausend Jahre Zeit hätte. Wieviel Aufwand darf man eigentlich treiben, um eine kleine ödipale Regressionsphantasie in Szene zu setzen? Von Kubrick bleiben ein paar Kamereinstellungen. Sogar Collodi erzählt besser. Oder Janosch.






Unoriginell, reaktionär, langweilig und dumm. Ich weiss nicht, was die Typen dazu geritten hat, diesen Film zu drehen.


Kubrick! Vermächtnis! Muss man doch was mit machen! 150 Millionen Dollar! Rappzapp!


Ging mir so ähnlich. Nun - »Spielberg«, man war ja gewarnt...


damals im kino war das so: es kommt die besagte stelle (vor dem sternwesen-blödsinn), an der das publikum aufstand, seine jacken packte - aber da kam kein abspann. denn herr spielberg konnte sich (aus dramaturgisch nicht argumentierbaren gründen) nicht entscheiden, am gefühlten schluss den abspann anzusetzen. die prozedur wiederholte sich übrigens im verlauf des dreifachen "schlusses" ein zweites mal, bis das publikum dann beim tatsächlichen schluss erleichtert samt seiner jacken die flucht ergriff.

edit: hier die dem film zugrunde liegende kurzgeschichte. auch nicht uninteressant, wie es von dem einen zum anderen kommt.