Doch warum sollte er dafür in Deutschland Rache nehmen, fragt sich Imane. Wenn, dann müsse er sich an Israel rächen.
journalismus bizarr: Müller, der gestern während die Ermittlungen auf Hochtouren liefen mit dem Begräbnis seines Hundes befasst war
Aber: Weiss er auch, wo der Hund begraben liegt?
Nee. Das macht der doch nur in guter alter Piegel-Tradition ("Bei Räucheraal und Zahnstocher verriet der Botschafter..."), damit man weiss, dass er auch wirklich vor Ort war. Und sei der Beweis auch noch so bescheuert. Jedenfalls schön, wie auch da wieder durchklingt: Wenn dieser ausländische Volldepp im deutschen Mechatronik-Studium aufgepasst hätte... aber nein... sie sind nun mal saublöd... kann man nicht ändern... kriegen es einfach nicht gebacken... da strengt man sich so an... Undank, der Welt Lohn.
Im Grunde weiß man noch überhaupt nichts. Wenn sich der islamistische Hintergrund erhärtet, empfehlen sich Ausweichdiskurse und Placeboaktionen.
Schäuble: ein paar Gemüsehändler abschieben, in ein paar Moscheen reinrocken, neue Sicherheitsgesetze.
Deutscher Journalismus™: Seelensuche bei den Attentätern. "Was macht aus jungen, unauffälligen, aber südländisch aussehenden Menschen Terroristen?" Mögliches Grundmotiv: "Der Nahostkonflikt hat endgültig Deutschland erreicht." Verpeilte, aber im Grund verständliche Rache an Israel, nicht wahr.
General Audience: Alles Kaffern.
Die ideologische Auseinandersetzung mit dem Islamismus findet abseits von ein paar schnell hingeworfenen Brocken gar nicht statt.
Kunststückchen der deutschen Staatsraison: Wie erhält man die prima Beziehungen zum arabischen Andachtsraum und verhindert gleichzeitig Kollateralschäden durch die islamistisch Verstrahlten? Wie lässt man die König-Fahd-Akademie unbehelligt und schützt sich vor den Auswirkungen in den Köpfen ihrer Schüler? Es ist ein reizvoller Balanceakt.
Problem ist halt, dass die Islamisten (wer?) die Schwelle zur Gewalttätigkeit in ihrem Umfeld so stark gesenkt haben, dass es offenbar mittlerweile okay zu sein scheint, bei mittelschweren seelischen Erschütterungen gleich einen ganzen Vorortzug in die Luft zu jagen. Diese direkte Triebabfuhr.
"Lass es raus, Baby". Und das auch noch im Namen des Herrn. No shorter way to paradise.
och menno, das hundebegräbnis haben sie jetzt rausgestrichen, diese achtelgonzos.