Kidô keisatsu patorebâ (Patlabor 2). Ich erwartete wenig und wurde umso angenehmer überrascht. Die Ruhe, mit der diese Geschichte um einen versuchten Staatsstreich im Japan der Zukunft entwickelt wird, übt einen eigenartigen Sog aus. Wenn der Ausnahmezustand ausgerufen wird, geht alles weiter wie vorher. Die Panzer rollen durch die Stadt, die Terroristen terrorisieren, es beginnt zu schneien. Nicht viel Gewalt ist nötig, um diesen sich beinahe selbst erhaltende Stasis (die eigentlich die Normalität ist) zu stützen; wenn sie stattfindet, fliegen die Fetzen, aber immer nur kurz. Melancholie & Realismus - Patlabor 2 ist von Krachern wie "Appleseed" so weit entfernt wie in diesem Genre, bei diesem Plot nur möglich. Was der Film mit Gegenlicht und Spiegelungen anstellt, ist auch heute noch sehr sehenswert.