Mit einem Kind unterwegs zu sein, das gerade Fahrrad fahren lernt, macht einem auch wieder den Stand der Hundeliebe in diesem Land klar. Was mein persönliches Mikroklima angeht, wäre ja ein Verbot der Scheiß-, Beiß- und Bellmaschinen für Privatleute schon die halbe Abwehr der Klimakatastrophe.
Nicht schlecht. Anscheinend haben viele alte Leute Hunde, weil sonst niemand mit ihnen klar kommt, da traut ihnen wenigstens der Hund. Erschreckend, diese Tierliebe. Die hat kein' Platz für Menschen.
So ist es. Und manchmal hat sie auch keinen Platz für die simpelsten Selbstverständlichkeiten der Höflichkeit. Auf Experten, die meiner vierjährigen Tochter erklären, dass "kein Hund böse ist", während der Köter sie anbellt, kann ich wirklich verzichten.
Daß die Tierliebe keinen Platz für Menschen hat, ist ja irgnswo logisch. Aber allein aus Tierliebe sollte auf die Hundehaltung weitgehend verzichtet werden. Guck ich mir die meisten "Herrchen" und "Frauchen" an, dann wundere ich mich über deren Köter gar nicht mehr. Amüsant finde ich allerdings den selig verklärten Blick der Hundebesitzer, wenn deren Lieblinge auf dem Bordstein einander beherzt am Hintern schnüffeln sich gegenseiig den Arsch auslecken.
Überhaupt: tierlieb war der Führer bekanntlich auch.
blabla, klischees. wie der herr sos gescherr, die hunde koenn da nix fuer.
Und das ist selber nur ein Klischee. Der Teufel steckt im Detail, d.h. in der sozialen Beziehung zwischen Herr und Hund, bzw. ihrer Bedeutung. Frisst allzu gerne Hirn.