Der nette schwule Verkäufer, der den Schweiß auf meiner Stirn glatt übersieht. Der mein Einkaufselend zwar wahrnimmt, aber übergeht. Der mir sagt, dass die Hose schon so lang sein muss.
Mit einer entscheidungsunsicheren Frau Kosmetik einkaufen, was für ein phantastisches Unterfangen. Wie sich in diesen Parfümerieabteilungen das Private nach außen stülpt. Wie man plötzlich im Badezimmer all der Frauen steht, die sich zwischen den Regalen zur Probe schminken. Wie verwundbar sie sind, aber auch wie kühn: Es macht ihnen nicht das Mindeste aus, all die anderen Frauen zu küssen, die vorher die Lippenstifte getestet haben. Einige werden kicherig wie Schülerinnen, wenn dabei ein Mann in der Nähe ist. Andere sehr streng. Ich hätte meiner entscheidungsunsicheren Begleiterin mit ein, zwei Sprüchen alles aufschwatzen können. "Doch, das hat so was Frisches. Und passt sehr gut zu deiner Haarfarbe!" Aber ich war mir meiner Verantwortung bewusst.
Man weiß nicht, ob man bei dem elektronischen Sudoku-Spiel, das als Mitbringsel gedacht ist, überhaupt die Batterien wechseln kann, sollte das einmal nötig werden. Um es festzustellen, müsste man die Verpackung aufreißen, dann könnte man es nicht mehr zurückgeben. Ostern kommt.