Der Antville Summer of Code ist Teil des 3-Jahres 3-Punkte-Plans. Ich kann ein mulmiges Gefühl nicht verhehlen, insbesondere, was die Punkte 2 und 3 angeht. Nur zu verständlich der Wunsch, mit der Selbstausbeutung aufzuhören, daher finde ich die Idee zur spendenbasierten Korrektur / Weiterentwicklung der Software ausgezeichnet. Aber Sponsoring durch Firmen? Warum sollten Firmen überhaupt daran interessiert sein, wenn ihre Werbung nicht regelmäßig bis zu den einzelnen Blogs durchdringt? Nur dort wird sie ja auch von den Lesern wahrgenommen. Vereinsgründungen stinken, wegen der elenden Vereinsbürokratie, die damit in Gang gesetzt wird ("Mitgliederversammlungen", "Schriftführer" u. dergl.). Was die Entscheidungen angeht, hat ja die benevolent dictatorship der Technokraten im Zusammenklang mit der Aufmerksamkeit der User bisher gut funktioniert. Allerdings würde ein Verein über den Mitgliedsbeitrag (mit den Tarifen "Standard" "Fördermitgliedschaft" und "Dicke Hose") auch eine mehr oder weniger solide Finanzierung des Projekts erbringen. Auf "Entlastungen des Vorstands", den Geschäftsordnungspunkt "Sonstiges" und andere Peinlichkeiten dieser Art hätte ich wenig Lust.
Verein
gibts doch glaubich schon, nich direkt antville, irgendwie weiter gefasst, wenn ich mich recht entsinne.
Schon, dem muss man allerdings nicht beitreten, um hier ein Blog zu betreiben. Und das wäre dann bei dem Beitragsmodell wohl die Basis. Wer darüberhinaus rasend gern an stundenlangen Mitgliederversammlungen teilnimmt, um die innerparteiliche vereinsinterne Demokratie zu stärken, könnte das ja dann tun.
Antville ist, so wie es ist, unter bestimmten Rahmenbedingungen möglich. Rahmenbedingungen können sich jedoch ändern. Deshalb ist es sinnvoll, sich in irgendeiner Art zu inkorporieren, um Betriebssicherheit herzustellen.
Frage: Welche Veränderung der Rahmenbedingungen erfordert eine Wiederherstellung der Betriebssicherheit?
Eigene Organisation ist jedenfalls wesentlich stabiler als Goodwill. Mehr mag ich jetzt dazu nicht sagen. Da ist Tobi zuständig.
Rahmenbedingungen
Dazu kann (und werde ich aller Voraussicht) noch ein paar Bemerkungen schreiben. Ein Verein ist ja nur eine Organisationsform, aber jede ist besser als gar keine.
Außerdem
Antville, die virtuelle Gemeinschaft =! Antville, die Software.
Einen Verein würde ich in erster Linie als Mittel zur Verstetigung des Geldzuflusses sehen. Regelmäßige Mitgliedsbeiträge statt unregelmäßiger Spenden geben mehr Planungssicherheit. Ob das nun ein Betreiberverein sein muss, der das ganze inhaltlich und per Versammlungs- oder Vorstandsbeschluss steuert (selbstverständlich streng nach Vereinssatzung), oder eher ein Förderverein, der sich primär für's Geldeinsammeln zuständig fühlt, wäre mir wurscht. Meinen Beitrag würde ich gern entrichten, auch wenn mein Blog weitgehend brach liegt. Allein schon aus rückwirkender Dankbarkeit. Und by the way: Ich hab ja schon die eine oder andere e.V.-Mitgliedschaft hinter mir. Eine Antville-Mitgliederversammlung in Wien gehört zu den wenigen Veranstaltungen, an denen ich freiwillig und mit Freude teilnehmen würde. Allein schon, um Herrn Hammerschmitt zum Schriftführer wählen zu können: MH, bitte protokollieren Sie!
Abgelehnt! An so was nehme ich nur mit Sonnenbrille und Perücke teil, und nur ab dem Zeitpunkt, da wir "zum gemütlichen Teil des Abends übergehen".
Hast Du irgendeinen Zweifel daran, dass der gemütliche Teil bei Antville e.V. nicht spätestens ab TOP 2 (Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit der Versammlung) begönne? Meine Stimme hast Du!
(Du kennst doch bestimmt auch die Sprüche: "Du als Schriftsteller, du kannst doch schreiben, du wirst unser Schriftführer! Haha!")
Du musst auch wirklich alles aussprechen. Alles. Warum aber so schweigsam im eigenen Blog? Hä?
Verringerung der Wort-Emissionen für eine bessere Zukunft. Jeder kann seinen eigenen Beitrag leisten.
ich persoenlich wuerde eh lieber geld spenden, damit hier alles bleibt wies ist.
ja
bis auf das Export-Sicherungstool (wasses wohl bei Twoday schon gibt, aber egal) bin ich total zufrieden, aber der Fortschritt ist ja scheinbar nicht aufzuhalten.
Also einem Verein "Freunde von Antville e.V." würde ich gerne beitreten, zu den Versammlungen kann dann ja der Butler gehen, oder seine Frau.