Nach Jahren mal wieder ein Versuch mit Linux. Heuer ist es Ubuntu 7.04. Als das System von der Live-CD geladen ist, zeigen mir Gimp und Open Office meine Dokumente ziemlich fix an; das wirkt, als könnte man sich dran gewöhnen. Dann am nächsten Tag der Versuch, eine Internetverbindung aufzubauen - Command-Line-Nerdageddon. Sofort dieses Gefühl, immer tiefer in einen Konfigurationsmorast hineingezogen zu werden, an dessen Grund nur Verzweiflung wartet. Sorry, aber dafür rühre ich meinen Master Boot Record nicht an.
Damit hatte ich überhaupt keine Probleme (ist allerdings auch DSL mit sofort akzeptiertem Router).
Mein Problem eher: dunkler Bildschirm, schlecht gerenderte Schrift.
Mir wurde erzählt, die DSL-Verbindung sei "getriggert," ich müsse sie nur noch mit einem Konsolenbefehl starten, das funktionierte dann natürlich nicht. Kann ich nix mit anfangen. Aber meine Sammlung an Linux-Live-CDs bekommt langsam historisches Format: SuSE, Mandrake, Knoppix, Ubuntu.
Hehe. Ungefähr wie die eine Nacht, die ich mir um die Ohren schlug, um ein Netzwerk zwischen Laptop und PC aufzubauen, da gab es auch die spannendsten Ratschläge. Von 20:00 bis 4:00 morgens, irgendwann dann irgendeine ganz simple Lösung.
[Jetzt weiß ich nicht mehr, wie das mit Ubuntu ging, ich habe die auch nur irgendwo als Sammlung, sonst könnte ich helfen, sorry.]
No sweat. Wenn der Ekel vor Windows überhand nimmt, schaffe ich eines Tages auch das.
Ich habe vor etwas über einer Woche auf Grund einer Laptop-Anschaffung den Schritt gewagt - meine Wahl fiel auf Kubuntu in neuester Lieferung. Da ist die grafische Oberfläche offenbar noch näher dran am alten Windows, kann ich so auch bestätigen.
Zugegeben, einen Nachmittag lang habe ich ein wenig pfriemeln müssen. Zwei, drei Befehle gelernt, das eine oder andere konfiguriert und gemacht.
Ich hatte zuvor wirklich noch nie was mit Linux zu tun - saß noch nie an einem Rechner mit so'nem Ding drauf - , aber nach diesem Nachmittag stand das System und macht alles, was ich will und benötige. Und um ehrlich zu sein: Es macht viel Spaß und froh bin ich auch ein wenig, dem Bill Gates abhanden gekommen zu sein. (naja, so halb: auf dem "großen Rechner" ist noch ein Win-System)
Wg. Internetz: Nach Einstellen der Verbindungsdaten ist das bei mir folgender Konsolenbefehl:
sudo pon dsl-provider
(offline gehen: sudo poff)
dann noch das root-Passwort eingeben - et voila: Drin.
Vielleicht klappt's ja. Ich finde, es lohnt sich.
Danke für die Infos! Von root-Passwort war bei der Live-CD nicht die Rede. Vielleicht was Generisches wie "root"? Oder geht das von der Live-CD gar nicht? Bei knoppix hat das seinerzeit funktioniert, ich erinnere mich noch. Glückwunsch zum Wechsel! Wie ist denn so die Peripherie-Integration (Drucker etc.)? Und auf dem großen Rechner, klappt das mit dem Bootloader gut?
Ubuntu benutzt keinen root account, man gibt sich wie beim Mac temporär admin-rechte für eine bestimmte Anwendung. Das funktioniert über den sudo-Befehl. Man gibt also ein: sudo MEINBEFEHL Dann wird man nach dem Passwort gefragt, das bei der Live-CD "ubuntu" sein sollte. Daraufhin wird der Befehl mit admin-Rechten ausgeführt.
Am einfachsten kommt man unter Linux ins Internet, wenn man einen Router hat, bei dem DHCP, also automatische Adressvergabe, aktiviert ist. In aller Regel funktioniert Internet dann ohne weitere Konfiguration. Aus Sicherheitsgründen ist ein Router ohnehin zu empfehlen.
Für andere Fälle: wiki.ubuntuusers.de
Das root-Passwort ist dasjenige, das man sich bei der Installation des Systems ausdenkt :)
Wie vr schon schreibt: Mit dem "sudo"-Befehl geht's in den root-Modus - das entspricht dem Administratorenmodus bei Windows. Damit das System den Befehl ausführt, muss das Passwort eingegeben werden, weil man nicht "ab Boot" im root-Modus durchs System vagabundiert :)
Auf dem "großen" Rechner auf dem Schreibtisch läuft das Win-System noch ganz alleine - deshalb habe ich da bislang keine Erfahrungen mit irgendwelchen Bootloadern machen können; auch einen Drucker habe ich am Laptop noch nicht angeschlossen - kann also auch da leider keine Angaben machen.
Hab noch ein bisschen rumgespielt. Gimp überzeugt mich weiterhin, da wäre der Umstieg leicht. Aus OpenOffice drucken hätte eine spontane Druckereinbindung erfordert, hatte ich jetzt keine Lust drauf. Internet: "PAP Authentication failed", und ich weiß nicht, was ich falsch eingetragen haben könnte. Vielleicht macht T-Online mal wieder Zicken. Reizt mich ja schon, das Ganze. Ermüdet aber auch.
T-Online ist in der Beziehung nervig, weil die ein merkwürdiges Schema für username und Passwort haben:
Achtung beim Benutzernamen: Es gibt Internet Anbieter, die ihren Kunden nicht den korrekten Benutzernamen in ihren Briefen mitteilen. Z.B. T-DSL Business. Hier ist laut Mitteilung des Anbieters der Loginname 012450025364, korrekt ist aber t-online-com/012450025364@t-online-com.de).
Bei T-Online setzt sich sich der Benutzername aus Anschlusskennung, T-Online Nummer und Mitbenutzernummer zusammen: xxxxxxxxxxxxyyyyyyyyyyyy#0001@t-online.de (x = T-Online Anschlusskennung 12-stellig; y = T-Online-Nummer meist 12-stellig; Mitbenutzer meist #0001)
Gerade dieses "#0001" hat mich auch schon Zeit gekostet.
Oh Mann, vr, ich glaube, Du hast mir gerade ein Riesenproblem beseitigt! (Ich habe hier Stress mit einer älteren Dame, die mit Verschwörungstheorien um sich wirft, weil niemand ihr das Internet von der bolschewistischen Sabotage befreien kann)
@vr: Klaro, alles gemacht, mehrfach, muss ja auch bei Windows so laufen, seinerzeit bei Knoppix auch. Ergebnis: "PAP Authentication failed". Das Einzige, was ich mir in der Hinsicht noch als Problem vorstellen könnte: Natürlich ist bei der Live CD eine Qwerty-Tastenbelegung vorgegeben, und möglicherweise ist das Minus zwischen t und online als Bindestrich nicht genehm. Ansonsten weeß ick nich.
Dann muss ich passen, wenigstens konnte ich goncourt und dem Bolschewismus helfen. ;)
Zu den Bootloadern: Diesbezüglich würde ich mir die wenigsten Sorgen machen. Ich hatte mal, schon länger her, eine Phase der Linuxfrickelei. Und tatsächlich relativ oft hab ich Systeme neu installiert, u.a. einmal ein Ubuntu. Die Bootloader waren nie ein Problem. Windows wurde erkannt und meistens nach Linux in die zu bootenden Systeme eingereiht, und es lief immer reibungslos!
Warum ich immer noch froh darüber bin, dass ich dann doch mal davon los kam:
"Sofort dieses Gefühl, immer tiefer in einen Konfigurationsmorast hineingezogen zu werden, an dessen Grund nur Verzweiflung wartet."
Zu den Bootloadern: Diesbezüglich würde ich mir die wenigsten Sorgen machen.
Vorsicht! Rechner, die ca. 4-5 Jahre alt sind und eine Festplatte mit mehr als "137 GB" (Herstellerangabe, == 137 Mrd. Byte oder knapp 128 Gigabyte) sind im Zusammenwirken mit Linux-Distributionen, die noch kein 48-Bit-LBA unterstützen (z.B. SUSE vor 10.2) eine tödliche Mischung, die die Partitionstabelle zerschießt. Wenn die Festplattengröße während der Installation falsch (zu klein) angezeigt wird, muss man diese daher unverzüglich abbrechen und darf auf keinen Fall die Partitionierung durchführen. Gegen dieses Problem hilft manchmal ein BIOS-Update, zuverlässiger ist aber eine neuere Distribution.
BTW: am entspanntesten lassen sich verschiedene Systeme in einer virtuellen Maschine (z.B. VMware oder VirtualPC; Letzteres ist sogar kostenlos) ausprobieren.
Vorsicht! Rechner, die ca. 4-5 Jahre alt sind und eine Festplatte mit mehr als "137 GB" (Herstellerangabe, == 137 Mrd. Byte oder knapp 128 Gigabyte) sind im Zusammenwirken mit Linux-Distributionen, die noch kein 48-Bit-LBA unterstützen (z.B. SUSE vor 10.2) eine tödliche Mischung, die die Partitionstabelle zerschießt.
Lovin' it. Und mein Rechner könnte auch in diese Kategorie fallen. Diese Partitionskacke hat bei mir noch bei jedem Linux-Installationsversuch Probleme gemacht. Hast du eine gute Ressource zum Arbeiten mit Virtual PC da?
Okay, ist mir noch nie passiert und wusste ich nicht. Ich nehm alles zurück - bis auf den in die Verzweiflung treibenden Konfigurationsmorast!
Virtual PC Homepage beim Hersteller (ja, genau der): www.microsoft.com