Jeder Kauf. Jedes Posting. Jedes Räuspern im Netz. Diese Riesenarschlöcher.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß das Internet ohne Anonymität funktioniert.
"Verbraucher". "Revolution". "Lebenssachverhalte". Fürchterlich. Und trotzdem auch sehr komisch.
oh, ich denke, einige kriminelle Subjekte können das gar nicht erwarten und sabbern schon debil vor sich hin, bei der Lektüre dieses textes. Identitätsklau dürfte ein Riesengeschäft werden.
identitätsklau ist ein riesengeschäft.
Ja. Und, on a side note, mit zunehmender Verbreitung von Fingerabdruckscannern zur Zugangskontrolle von Bereichen, in denen es was zu holen gibt, wird die Zahl von Leichen zunehmen, denen Finger fehlen. Erst neulich war hier so ein Einbruchsfall in der Zeitung.
Gibt es da überhaupt irgend einen Aspekt, der für so einen Mist spricht?
ja, der Schutz des Kapitals und der Fortschritt zum Rückschrit; Versklavung des Proletariats, Tschuldigung, des Paräkariats.
Aus dem Artikel: "Hingegen legt der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar Wert darauf, dass nicht der PIN-Code selbst im Internet verbreitet wird. Vielmehr müsse es so sein, dass man den Code am heimischen Computer eingibt. Dieser könne dann die elektronische Signatur des Personalausweises für das Internet freischalten - so wie die Geheimnummer am Geldautomaten die EC-Karte freischaltet." Der Mann muss umgehend weg! Ein "Datenschutzbeauftragter", der über technische Implementierungsdetails einer solchen Ungeheuerlichkeit plaudert, statt sie in Bausch und Bogen abzulehnen, ist völlig falsch auf seinem Posten. (Disclaimer: Ich weiß, dass "Datenschutzbeauftragte" nichts zu sagen haben, aber trotzdem oder gerade deswegen.)
War da nicht mal was, dass es gar keine PIN geben sollte? Wegen DDR und so?
Aber es ist doch so praktisch, nur noch eine Nummer zu sein. Nehmen Sie ein Sinbad und öffnen Sie alle Poren.
Schaar, Wiefelspütz, beide ein Phänomen. Fingerabdruck Teufelskram, aber eine Kopfnummer, die direkt oder indirekt meinen Lebenslauf mit auf den Ausweis bringt, ist einfach toll.
Schön auch: "die gespeicherten Fingerabdrücke dürften nicht bei den Behörden gespeichert werden. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die SPD den Plan akzeptiere."
Allerdings ist auch der Kommentar von Classless nicht von der Hand zu weisen: "Bei Kontrollgesellschaft denke ich nach wie vor eher an die Hartz-IV-Bürokratie (was ja auch auf der Demo thematisiert wurde), den durchschnittlichen Arbeitsplatz, die Antimigrationspolitik, den Einlaß und die Fahrscheinkontrolle als an die gegenwärtige Stasi 0.5" Verschärft es halt noch.
wikipedia: 2003 war Weichert als Nachfolger für den damaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Joachim Jacob im Gespräch. Nicht zuletzt wegen seines persönlichen Engagements für mehr Bürgerrechte und gegen einen starken Staat wurde Weichert jedoch als nicht mehrheitsfähig angesehen. Stattdessen wählte der Deutsche Bundestag Peter Schaar zum Nachfolger Jacobs.
@Goncourt: Lebenslauf, medizinische Geschichte, Steuerdaten seit Kaiser Diokletian, Schuhgröße, bevorzugte Tapete (bei Abweichung von Standardmerkmal "Rauhfaser, weiß" Sondervermerk "A" wie Abweichler). Manchmal schäme ich mich schon als Science Fiction-Autor. Den haarsträubendsten Unfug, den wir uns haben einfallen lassen, um zu beleuchten, was damals schon existierte ("1984" sollte ja ursprünglich "1948" heißen), den machen sie Strich für Strich wahr. Aber natürlich ist auch das nur eine Phantasmagorie; sie brauchen gar keinen Input, um auf ihre grandiosen Ideen zu kommen. Wenn sie nichts können, das können sie alleine.
Fingerabdruck ist ja schon normal. Siehe den Zoo Hannover, der 2001 den Fingerabdruck als mögliche Jahreskarte gewertet hat (weiter runterscrollen): Im Faltblatt-Entwurf für "Tipp & Go" wird auf freundliche Zoo-Art erklärt: "Auch Zebras erkennen ihre Freunde am Muster."