Das andere London
Ich habs auch gerne gelesen, halte allerdings Neverwhere von Neil Gaiman für das bessere Unlondon-Buch. Sehr nett natürlich die Wendung gegen den Prädestinationsscheiß herkömmlicher Fantasy. Erst fand ich das etwas überpointiert, aber nur, bis ich neulich im Buchladen das neue Werk von Wolfgang und Heike Hohlbein in der Hand hatte und da im Klappentext wieder das ganze Elend beisammen fand: Auserwählt, uraltes Geschlecht, das Schicksal der Welt liegt in einer Hand etc. pp. Mit einigen Wochen Abstand seit der Lektüre hat mir die Episode mit dem Dschungel im Haus am besten gefallen.
Auch seltsam, dass zwischen Fantasie und Prädestination nie ein Widerspruch gesehen wird.
Auch im Reich der Fantasie kann nicht irgend so ein Dahergelaufener Reichskanzler werden.
Unten im Hof scheppern manchmal die Schwerter der Mittelalterfans aneinander. Ungelogen.
Mir kamen die urbanen Räume von Bas-Lag ja auch immer wie London vor.