Das Warum ist mithin eine Frage, die sich zwar stellt, aber nicht stillen lässt. Es gibt keine Maßstäbe, und es sollte doch welche geben. Man fragt sich: Wie kann es sein, dass die ganze Sache in einer völligen Unverhältnismäßigkeit untergeht? Das Wuchern des Phantasmas auf der einen Seite und das fragile Versprechen der Lust auf der anderen, eine Erwartung, die doch den Motor des Phantasmas darstellt. Beide arbeiten Hand in Hand, aber nicht unbedingt gleichberechtigt.
(…)
"Was geschieht denn jenem, dem das Schöne zuteil wird? Da sagte ich (Sokrates), auf diese Frage hätte ich nicht sogleich eine Antwort bereit."
Monika Rinck, Ah, das Love-Ding!, S. 68 f.
MH | 06. August 08 | 0 Kommentare
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