Handke: Die morawische Nacht. Wie er mir auf die Nerven geht, wenn er in den Mäandermodus verfällt, in ein fast schon walsersches Herumgeeier, welches das Heilige herbeihauchen soll, so umständlich wie möglich. Umstandskrämer, elender. Und dann, wenn er es sagt. Über Entrückungen (218 - 220), über die jugendliche Leserin (380 - 392), über die Mutter (501 - 502). Was so nur er kann.






Bewundernswert für mich die Geduld des Lesers, solches über hunderte von Seiten zu ertragen. "Das Heilige herbeihauchen" - schön gesagt. Dieser Duktus ist es, der ihm eine Gemeinde verschafft - und nicht von ungefähr hört man den Pastor auf der Kanzel mit salbungsvoller Stimme.


Ja, leider. Ich mag ihn dann für die profanen Epiphanien, die er beschreiben/erzeugen kann.