Warum Rüdiger Suchsland diesen Mist so hochjazzt, ist mir unerfindlich. Eine jämmerliche Familienideologie, die auf den dummen Spruch hinausläuft, dass Blut doch immer dicker als Wasser ist, eine dazu passende Verherrlichung fragwürdiger japanischer Traditionen und eine gehörige Prise dummdreister Antiamerikanismus: diese toxische Mischung ist das ideologische Substrat von Summer Wars. Und das ist so leicht zu erkennen, dass es langweilt. Wie der ganze Film, der ästhetisch auch noch an seiner eigenen Opulenz und Disziplinlosigkeit erstickt. Schade um die Rechenzeit.