Beschluss, eine neue Zeitschrift zu gründen. "Heteronomie" oder "Mögen & Wirken".






«Mögen & Wirken» — würde ich sofort abonnieren.

Aber wie soll sie unter die Leute gebracht werden?

  • als Auslage beim Tabakhändler, mit Farbfoto auf dem Cover — Kinder, Retriever, grüne Wiesen?

— als universitäre Variante: weiß, mit einer dünnen roten Linie ca. 2,50 cm über dem unteren Buchrand?

Wochenzeitschrift des deutschen Pädagogenverbands oder Jahrbuch der Heidegger-Gesellschaft?


Man muss was tun!


Mögen und Wirken in der Bundesrepublik Deutschland

Ok. Null- und Erstnummer stehen. Vertriebsmodell: Bäckerblume. "Mögi und Wirki" = Kinder-/Jugendausgabe.


Im Jahr 2010 dann war es soweit. Der einflussreiche «Mögen & Wirken»-Kreis um den Tybinger Philosophen Marcus Hammerschmitt veröffentlichte seine Thesen in einer selbstverlegten Zeitschrift. «Sanfte Ökonomie», «Sympathetik als Chance», «Brotvermehrung, warum nicht?» sind nur einige der bahnbrechenden Positionen, die rasch auch von der Mannheimer Gruppe «August Thalheimer» aufgegriffen und international bekannt gemacht wurde. Böse Zungen fühlten sich zwar an gewisse hektographierte Broschüren der situationistischen Internationale erinnert, das hinderte die Reformer jedoch nicht, ernsthaft über die Zusammenhänge von Sympathie und Warenzirkulation nachzudenken.

[Reinhard Mohr, Eucharistie und Spätkapitalismus, Phaidon 2018]


Ich hab so lachen müssen. Und das bereits am frühen Morgen.


Hey, mein Aufsatz "Black Beauty: Samtnasigkeit im Customer Relationship Management" ist schon fast fertig!


Ihr habt es geahnt: Hier kommt die Platzbeschränkung. Denn meine kleine Monographie "Vom Ich zum Du - Selbstmarketing als Problem der Partnerfindung in der postfamiliären Gesellschaft" braucht viel Platz. 10000 Zeichen each. Außer ich.