Seltsam, ein Buch zu lesen über jemand, den man gekannt hat. Dessen Tod man verpasst hat. Worüber man sich schämt. Wie auch über die eigene Eitelkeit, die im Text danach sucht, ob man selber "vorkommt" - wenn schon nicht bei der Beerdigung, dann in der Totenklage, die keine ist, die keine sein soll. Zudem die Erinnerung an Verwunderung und Verletzung, immer noch frisch, untot. Als hätte man dann doch noch eine Rechnung offen gehabt, eine Besprechung. Nicht alles ist gelungen. Das wäre auch ganz falsch. Wer Briefe an die Toten schreibt, darf mit erstaunlicher Stille rechnen. Sabine Peters: Feuerfreund.