War dabei, einen Aufsatz über "Infinite Jest" zu schreiben. "Es gibt keinen Zweifel, dass …" - der peinliche erste Satz. Hatte nicht nur Textbestandteile erfunden, die nicht existieren und sich um das Thema "Auswahl" drehten, sondern wollte sie auch zum zentralen Ding des Texts zurechtbügeln. Gluckernde Eisbäche auf dem Grundstück meiner Großmutter spielten aber ebenso eine Rolle. An Bildmaterial beabsichtigte ich, sensationelle Fotos von David Foster Wallace zu bringen, die ihn kurz vor seinem Tod als Gesichtstätowierten zeigen; als fortschreitend, auf extrem beunruhigende Weise Gesichtstätowierten. Dann klingelte der Wecker, was mich störte, weil ich noch nicht fertig war. Bin auf Seite 595.






Gestern die sehr kurze Geschichte "Inkarnationen gebrannter Kinder" gelesen (in: "In alter Vertrautheit"). Der Kerl haut mich immer wieder um. (Kurz darauf das Unbehagen, ich könnte einem Trick auf den Leim gegangen sein. Und die Frage, welchem Trick.)


Nicht wahr? Das Gefühl hat man immer wieder, aber er schafft es auch, dass man sich dann selbst zur Ordnung ruft: Jetzt hör aber mal auf und lies einfach weiter.


Gab es im Traum auch Fußnoten?


oder: der traum als fußnote - aber zu was, zu was?


Zum tobenden elektrochemischen Gewitter im Oberstübchen nach der Lektüre.


Ja, da waren Fußnoten. Es wirkte alles sehr seriös.