Armadillo hat wirklich überhaupt keine Probleme. Weder mit der Instagram-Ästhetik, noch mit einem Schnitt, der komplett vom modernen Kriegs-Spielfilm kommt, noch mit der Musik, für die das gleiche gilt. Nicht damit, dass er öffentlich zur Schau gestelltes Beweismaterial ist, auch mit Selbstreferentialität nicht (er dokumentiert auch die Diskussion über sich selbst, in einer Szene, in der die Soldaten leugnen, was vorher zu sehen war), absolutely no problem whatsoever. Er bewohnt die extrem heikle Zone zwischen Dokumentation und Spielfilm als würde er sich dort sauwohl fühlen, er wohnt dort fast ein bisschen wie die Soldaten in ihrem Fort. Auch damit hat er nicht das geringste Problem. Entweder ist "Armadillo" extrem obszön oder sehr schlau, and you don't know which is which.