Die Sache mit dem wunderbaren Kalender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern wird ja auch durch die Empfindlichkeit dieser Damen und Herren in eigener Sache richtig schön. Nachdem der Kabarettist Michael Lerchenberg bei seiner Barnabasrede 2010 ein wenig auf die Polizei geschimpft hatte, drängte sich für den Vorsitzenden der DPolG in Bayern, Hermann Benker die Frage auf, "ob Lerchenberg künftig überhaupt noch als Fastenprediger tragbar ist." Das ist natürlich der gleiche Herr, der jetzt für das Kalendermachwerk die Freiheit der Kunst in Anspruch nimmt. Die polizeiliche Unschuld verfolgt ihre Opfer mit Lust und Nachdruck, während sie drei kritische Sätze bei einer Satireveranstaltung als Majestätsbeleidigung einstuft. Alles wie gehabt.