Ulm, dunkeldeutsch. Natürlich besteht das Problem nicht in einer aufgeschminkten schwarzen Sonne. Sondern in der völlig wahnsinnigen Idee, ein Nazi könne durch ihm zuteil gewordene Menschlichkeit lernen, auf sein Nazisein zu verzichten. Ja, noch besser: Der migrantische Arzt wird aufgefordert, aufgrund dieser vagen und ständig widerlegten Hoffnung sein Engagement nicht nur vorbehaltlos der Neonazi-Tochter angedeihen zu lassen, sondern es auch ganz selbstverständlich auf den gesunden Neonazi-Vater auszudehnen, der ihm ansonsten den Tod geschworen hat. Nicht nur wird das Einsickern von Neonazi-Symbolik in die Gesellschaft normalisiert und befördert. Über die tödliche Gefahr, die von Neonazis für Behinderte, Dunkelhäutige, Migranten und andere im Film dargestellte Gruppen ausgeht, wird mit unerträglichem, verlogenem Kitsch hinweggesülzt. Im Zeichen selbstvernichtender Toleranz ist es Pflicht, die mörderischen Einfältigen in die beschworene Vielfalt miteinzubeziehen. Herr Oberbürgermeister Czisch: Dieser Film ist eine Schande für Sie und die Stadt Ulm.
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