Dienstag, 5. Juli 2011

Das Alter hat auch seine Vorteile. Kaum guckt man ein bisschen ahnungslos streng in die Gegend, wollen sie einem schon über die Straße helfen.





Montag, 4. Juli 2011

Ich gehe in den Park zum Briefeschreiben, zum Arbeiten, und als ich meine Bank gefunden habe, und als ich das Gerät aufklappe, rutscht der Brief heraus. Sie ist die letzte, die mir handschriftliche Briefe schreibt. Sie ist so gründlich offline, wie das nur eben geht. Sie besitzt nicht einmal einen Computer. Das Gerät, aus dessen Hülle der papierene Brief herausgerutscht ist, ist ein entfernter Verwandter des ersten Geräts, mit dem ich sie damals nervte: ein Atari Portfolio. Eines Nachmittags saßen wir da, und ich versuchte ihr die Wunder der Computerwelt nahe zu bringen. Sie war amüsant betrunken, und der Text, den sie in die winzige Tastatur eingab, belegt es. Vor über zwanzig Jahren liebte ich sie, wie ich es damals konnte.





Sonntag, 3. Juli 2011

Hermann Hesse? Das ist doch Deutschland da, wo beim menschlichen Körper das Arschloch sitzt.

Wenn du einem Produzenten mit diesem Drehbuch kommen würdest, gäb's Gelächter. Aber das Leben hat mit der Autorschaft für so eine Geschichte nicht das geringste Problem.

Ich warte jetzt schon so lange - wann kommt eigentlich der Russe?





Donnerstag, 30. Juni 2011

Deep space is overcrowded [größer]





Sonntag, 26. Juni 2011

Zerstörte Russlanddeutsche in Karohemden, die mit dem Handy alles regeln / Männer, zu alt und zu dick für ihre zu flachen Porsches / Die chemischen Schatzsucher next door umschwirren eifrig und diskret ihre Homebase. Vielleicht haben sie eine neue Kiste mit Pulver gefunden / Clara (9) meint zu dem Video: Ich glaube, sie ist bei einem Date sitzen gelassen worden. Dann fährt sie mit ihrem Auto in die Wüste. Aber dort geht es kaputt, und sie kommt nicht mehr zurück. / Nicht viele wissen es, aber heute war der Welttag des Blitzkriegs.





Freitag, 24. Juni 2011

What goes up, must come down [größer]





Montag, 20. Juni 2011
  • Die Tochter im Nachbarzimmer mit sich selbst reden hören und befürchten, dass sie einsam ist. Das arme Kind! Dabei kommandiert sie nur ihre Nintendogs herum.

  • Auf der Straße vor sich hin faselnden Passanten ausweichen und sich ärgern, dass man den Bluetooth-Knopf im Ohr wieder einmal zu spät gesehen hat.

  • Einen Germanistenpissingcontest über Jean Paul mit dem iPad gewinnen.

  • Einen älteren Verwandten auf XP downgraden, nachdem er sein MacBook, das ihm von Tag 1 an fremd blieb, mit Brillenreiniger ermordet hat.





Sonntag, 19. Juni 2011

Cool don't start to cover it [größer]





Mach es wie die Sonnenuhr





Wenn mir jemand erzählt, er könne sich ein Leben ohne Auto gar nicht vorstellen, bin ich immer versucht zu fragen, ob das jetzt was über die Grenzen seiner Vorstellungskraft oder über die Notwendigkeit von Autos sagt.





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