Donnerstag, 18. Mai 2006


Es ist wie Lyrik.






Ich halte ja die Sache mit Ayaan Hirsi Ali für einen Punkt, über den man später sagen wird: Da hätte man etwas begreifen können. Die Anpassungsleistungen, die sie erbracht hat, um geduldet zu werden; wie sie sich vielleicht lieb Kind gemacht hat, das ist interessant. Viel interessanter finde ich aber, dass es nicht ausreichend war. Die Presse erzeugt viel Qualm um den Vorgang, unter anderem auch Broder, der Ayaan Hirsi Ali natürlich gleich zur schwarzen Jeanne d'Arc stilisieren muss. Unterm Strich bleibt: Eine Frau, die aus erster Hand etwas über die konkreten Auswirkungen des Islamismus sagen konnte, und die das auch mit Nachdruck tat, musste die Niederlande verlassen. Wegen läppischer Vergehen, die seit Jahren bekannt waren, deren Ausschlachtung aber erst jetzt politisch opportun schien. Wäre sie irgendwo sonst in Europa aufgenommen worden? Der Zuschnitt dieser Schweinerei wird in einem scheinbar nebensächlichen Detail deutlich:

Zuletzt hatte es vor wenigen Wochen einen persönlichen Rückschlag für sie gegeben: Damals hatte ein Gericht geurteilt, dass sie ihre Wohnung in den Haag verlassen muss. Ihre Nachbarn hatten geklagt, weil sie sich durch die Polizeiwachen vor der Tür belästigt fühlten. Bis August muss sie die Wohnung räumen.

Wie gern wären die Nachbarn einmal in ihrem Leben wichtig genug für Polizeischutz gewesen. Wie wenig interessierten sie die Todesdrohungen gegen ihre Nachbarin. Jetzt ist sie ganz geräumt worden.






Neuer Trend: die Entdeckung von Mumien an den ungewöhnlichsten Orten. Alle auf diesem Bild meinen es übrigens ernst. Blutig ernst. [Quelle: Schwäbisches Tagblatt, Tübinger Ausgabe, 17.5.06, S. 22]





Mittwoch, 17. Mai 2006


Unsure how to broach the subject.





Dienstag, 16. Mai 2006



Alles ist möglich.






Simon Singh, Big Bang. Sehr gutes Wiederholungsbuch. Ich lese so etwas von Zeit zu Zeit, um auf meinem gemächlichen Ignoranz-Niveau am Ball zu bleiben bei Neutrinos, der Relativität und dem ganzen Rest. Eine propädeutisch so gelungene Darlegung der antiken griechischen Astronomie wie in "Big Bang" habe ich allerdings noch nie gesehen. Die Übersetzung bei Hanser wirkt mal wieder wie aus einem Guss. Bis auf weiteres kaufe ich dem Mann alles ab, was er in Buchform veröffentlicht.






Das eine ist mein Schatz, das andere ist Ersatz.





Montag, 15. Mai 2006


Die computergesteuerten Charaktere und Maschinen verfolgen ihre eigenen Ziele und reagieren auf den Protagonisten mal gleichgültig, mal feindlich.








Macht eigentlich für Beschäftigungspolitiker den Schluss zwingend, dass man nur alle in den Knast stecken müsste, um Vollbeschäftigung zu erreichen. Schöner Gebrauch des Fettdrucks auch. [Quelle: Schwäbisches Tagblatt, heute, Titelseite]







... that failed to please the eye.





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