Das Whitewall-Ding ausprobiert (danke etc.pp). Entweder habe ich was falsch gemacht, oder dieses "Online-Proofing" ist wirklich grottig: Keine der Varianten stimmte auch nur annähernd, das Bild wirkte sehr verwaschen, das hätte im Leben keiner gekauft. Möglicherweise war ich pixeltechnisch zu nah an der Mindestgrenze (1300 x 1300), aber das brachte es einfach nicht. Generell muss man sagen, dass die Navigation der Website noch verbessert werden könnte, Progress Bars beim Upload wären auch ganz nützlich usw. Die Idee finde ich ja sehr sympathisch. Wahrscheinlich fehlt mir die entsprechende Kamera, und der Weg von der File zur Präsentation ist noch ein wenig steinig.
Schon ein nur rudimentär kalibrierter Bildschirm macht einen Print zum Wagnis, Online-Proofing - ohne dass ich es ausprobiert hätte - scheint mir wegen der langen Kette an Verfälschungsmöglichkeiten (Originaldaten -> Daten dort -> Daten für Webdarstellung -> eigener Browser -> eigener Monitor) null aussagekräftig.
Wenn ich es selbst versuche, dann würde ich lokal alles bestmöglich kalibrieren, ein Mustermotiv (Farbflächen, verschiedene Fotos etc.) anlegen und dann einen kleinen Print ordern. Wenn das Ding in Ordnung wäre, dann würde ich es auch wagen einen großen Print auf Lumabond zu kaufen - falls ich mich irgendwann für ein erstes Motiv entscheiden kann. Schon an dieser Hürde scheitere ich ja aktuell.
Fieses Thema. Ich will jetzt erstmal den Workflow zu Hause vom Bildschirm auf den billigen Farbtintenstrahler halbwegs in den Griff kriegen. Das mit den Online-Bildern ist ohnehin ein Horror. Im Netz geht weder Typographie noch Proofing.
micro_robert, Sie benutzen auch Lightroom, oder? In der Hinsicht ist das echt nervig (ich glaube, die neue Version hat noch nichts behoben), immer eine Frage der Verwaltung von Farbprofilen.
Ein bisschen hilft beim Drucken, "Metadaten in Dateien schreiben".
Bei der Ausgabe für Browser muss ich die Profile immer noch durch Graphic Converter in die JPGs einrechnen lassen. Warum schafft dieses Programm sowas nur nicht?
Mein Workflow sieht derzeit so aus, dass ich in Lightroom die Bilder verwalte, diese aber stets in Photoshop oder einem anderen Editor weiterverarbeite. Meiner Erfahrung nach ist der Output aus LR viel schlechter vorhersehbar als der von Photoshop.
Mir sank bei Whitewall schon der Mut, als ich an meinen auf Windows-Anmutung kalibrierten Mac-Bildschirm dachte (ihr habt ja von diesem Farbraum- und Kalibrierungsquatsch viel mehr Ahnung als ich). Aber das Ausschluss-Kriterium war wirklich, wie breiig das Bild dann rüberkam, da fehlte wirklich jeder Biss.
Ich möchte wetten, es gibt Nerds, die von Farbprofilen träumen ("ey, gehma inne Farbverwaltung du lOser"). Teil von dieser Jugendbewegung möchte ich nicht sein.
Ich brauche das beruflich. Leider. Und habe mich bisher mit dem huey zufrieden gegeben, da ich sowieso bei den meisten Dingen Proofs sehe. Nun denke ich darüber nach, mir den ColorMunki zu kaufen (oder alternativ ein Ding, dass bei meinem Wunsch-Eizo optional ist). Dieser ColorMunki hat einen bescheuerten Namen, ist aber in der Lage, Monitor und Druckausgabe zu kalibrieren, soll auch ganz gut sein. Mal sehen.
Aber bevor ich mich nun wie ein Eisenbahner anhöre, steige ich mal auf die Bremse.
Du würdest mir da als letzter einfallen. Hab nur grad in anderem Zusammenhang wieder mit solchen Vollkoffern zu tun.
Ein Kollege (Programmierer wie ich, aber auch englischer Comedian) schrieb neulich das hier über Photoshop-Jockeys. Lest und erschaudert. Meine eigene Anekdote dazu steht in den Kommentaren (ich firmiere dort als "DerSascha", u.a., weil wir dieses Hobnox programmiert haben).
@etc
Den ColorMunki oder die Spyder-Version, die auch Drucker-Output kalibrieren kann, wollte ich mir auch mal genauer ansehen. Da ich momentan damit mein Geld nicht verdiene, bin ich aber bei den Ausgaben eher zurückhaltend. Wenn ich drucke, dann hauptsächlich für Freunde.