Die Frau im Zug, die ihr Kind, so es ein Junge werden würde, unbedingt "Dschäsn Jörg" nennen wollte. "Wegen Dschei-Dschei, weißt?"
Nationalism won't save us from boredom.
Michael Stipe sieht immer mehr wie Heiner Lauterbach aus. Das ist die Rache.
Riding on regardless
Natürlich gehört dieser ganze Olympiaquatsch per se abgeschafft. Ihn nach China zu vergeben, war ein Akt der Gleichgültigkeit und des Opportunismus. Diesen Akt der Gleichgültigkeit und des Opportunismus jetzt wegen Tibet rückgängig zu machen, würde heißen, Partei in einem Kampf zweier Formen der gesellschaftlichen Unvernunft zu ergreifen. Die moralische Überlegenheit der tibetischen Partei in dieser Auseinandersetzung existiert nicht. Dem Dalai Lama glaube ich genauso wenig wie der chinesischen Führung, seine generelle Vertrauenswürdigkeit steht auf einer Stufe mit der von Jassir Arafat sel. Offenbar fehlt es den tibetischen Aufständischen hauptsächlich an Religionsfreiheit. Eine Freiheit von der Religion, für die sie Freiheit fordern, würde ich für einen Fortschritt halten.
Ratatouille. Ein schöner Dreck, der einem da angedient wird. Das Frankreichbild nervt von der ersten Minute an. Sowohl im englischsprachigen Original als auch in der deutschsprachigen Synchronisation hat die Mehrzahl der Figuren einen "französischen" Akzent - "die niedlichen Ausländer in ihrem Ausland da". Bei weitem nicht der einzige Beleg für Vollblondheit hier. An entscheidenden Stellen wird der "raffende" Dieb dem "schaffenden" Koch gegenübergestellt, eine saudumme Terminologie, die auch noch damit korrespondiert, dass dem schaffenden Team Linguini / Rémy / Colette ein kleinwüchsiger, hakennasiger, dunkelhäutiger Antagonist gegenübersteht, der sich die Stätte des Schaffens unrechtmäßig unter den Nagel reißen und in eine Fastfood-Schleuder verwandeln will. Deutsche Doofheit und amerikanische Zivilisationskritik in trauter Harmonie. Dann die Gewalt, mit der über die Figur Rémy die Vereinbarkeit der pädagogischen Lernziele "Geh, wohin dein Herz dich trägt" und "Die Familie ist heilig" transportiert werden soll. Und die aufgesetzte moralische Nummernrevue ("Üb immer Treu und Redlichkeit", "Hochmut kommt vor dem Fall"), die Linguini im Schnelldurchgang abzuarbeiten hat. Der verlogene Besserungsfilm endet damit, dass ein krankhaft arroganter Restaurantkritiker durch eine unerwartete Erinnerung an seine gelungene Kindheit von seinen Charakterfehlern geheilt wird und in dem schnuckeligen kleinen Bistro, das die schaffenden Helden aufgemacht haben, die handgemachten Köstlichkeiten verzehrt. Der ganze Film steckt bis zur Halskrause voll mit regressivem ideologischem Müll, aber hey, so was finden die Leute "cute", wenn's nur mit gut animiertem Fell daherkommt.
I was born and now I exist.
Der Fall Angelo Lucifero und sein vorläufiger Abschluss.
changing of guard
Randbedingung
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