Donnerstag, 29. März 2007

Griechenland könnte auch das Urheberrecht für alle Figuren und Vorkommnisse der klassischen griechischen Sage beanspruchen. 3000 Jahre sind nicht genug!





holy shit





Shorpy





Lest, was Manager lesen: Der Zwang zur Lüge wird immer stärker! [pdf|ab S. 4]





Mittwoch, 28. März 2007

Pigs must die




Dieser ökopaxe Utopiehorizont im Anime geht mir doch gehörig auf die Nerven. Während andauernd zu Unterhaltungszwecken geballert wird, dass die Fetzen fliegen (wogegen an sich ja auch nichts einzuwenden ist), beschwört man gleichzeitig den Frieden, die Liebe, die Reinheit der Natur. Zum Beispiel bei Last Exile und Wonderful Days. Je nun, beide Produkte sind schön. Wie so oft im asiatischen Anime kann einen die Schönheit vor den Kopf stoßen, weil sie mit Haken und Ösen versehen wird, die kein westlicher Filmemacher dort applizieren würde, wo sie im asiatischen Bezugsrahmen auftauchen. So gesehen ist der Konsum dieser Filme ein ständiger Kulturschock für mich. Ich sehe wohl, was da passiert, aber erklären kann ich es mir häufig nicht. Am kriminellsten wird es, wenn das asiatische Produkt westliche Versatzstücke aufgreift und in die eigenen Erzählstrategien einbaut. Da flimmert das Geschehen nur so zwischen meinen Erwartungshaltungen hin und her, und ich muss denken: "Was? Was? Was ist das? Heiliger Roland, hilf!" Das Ende von "Wonderful Days" ist ein unsägliches Verrecken im Kitsch, das noch über den kalten Fieberwahn der Endsequenz von Das Schloss im Himmel hinausgeht. Dazu natürlich Opernarien, was auch sonst. Bei "Wonderful Days" die zusätzliche Verwirrung, dass das Koreanische sehr eng mit dem Japanischen verwandt ist, aber doch eine andere Lautgestalt hat. Man glaubt etwas zu hören, was man wenigstens klanglich schon kennt, sieht sich aber im nächsten Moment wieder getäuscht.





Es ist ein schlechter Lohn, wenn ein Junge, auf den man etwas verwandt hat, am Ende ein Poet wird. Ein Viertelstündchen Nachtmusik für einen jahrelangen Dienst. Eltern, die bemerken, dass ihr Junge ein Poet von Profession werden will, sollen ihn so lange peitschen, bis er das Versemachen aufgibt, oder bis er ein großer Dichter wird.

Die Nachtigallen singen und wissen wohl dabei nicht, was für Lärm die Verliebten und Dichter aus ihren Gesängen machen und daß es eine Gesellschaft höherer Wesen gibt, die sich ganz mit Philomelen und ihren Klagen unterhalten. Vielleicht hält ein höheres Geschlecht von Geistern unsere Dichter wie ihr die Nachtigallen und Kanarienvögel; ihr Gesang gefällt ihnen eben deswegen, weil sie keinen Verstand darin finden.

Manche Leute behaupten eine philosophische Unparteilichkeit über gewisse Dinge, weil sie nichts davon verstehen.

Lichtenberg, Sudelbücher, Heft G, 103, 141, 165





Dr. Fürst





traveling without moving





Für die nächste Ausgabe des JPGmagazines schlage ich drei meiner Fotos vor.

Thema "Entropy": The shard shark

Thema "Breakthrough": What he was getting himself into

Thema "Beauty Redefined": She negociates icebergs ...

Abstimmung nur für Mitglieder möglich. Anschauen für alle.





Nächste Seite