Montag, 23. Oktober 2006


Hot Dog Redux






Diese fünf Minuten klarsichtiger Melancholie, die mir wie nichts anderes das Gefühl der Freiheit geben; die erhabene Illusion, den Schlüssel in Händen zu haben. In denen ich mich immer in einem Flughafen oder einem Bahnhof sehe, kurz vor der Abreise.

Wie ich auch neulich durchaus unglücklich in einem fremden Bett einschlief, nur um mitten in der Nacht mit dem luziden Bewusstsein davon aufzuwachen, dass "alle gute Hilfe haben sollen".





Sonntag, 22. Oktober 2006


Antville heute abend gut drauf:

Neurofighter

Befruchten

Einer für die Nacht: Bürgermeister | 50,4






Je suis la chose. Verstehe längst nicht alles, aber im Versuch, es mir vorzulesen, entsteht Musik.






Manchmal muss man ja richtig froh sein, dass einem bei der Missachtung des Großfeuilletons Vieles entgeht.






Worin wohl der Antisemitismus Lichtenbergs wurzelte? Ein ähnlicher Ton in Büchners Woyzeck, wenn ich mich recht erinnere.







A rural hipster is what I am.





Freitag, 20. Oktober 2006


Centralia







Kidô keisatsu patorebâ (Patlabor 2). Ich erwartete wenig und wurde umso angenehmer überrascht. Die Ruhe, mit der diese Geschichte um einen versuchten Staatsstreich im Japan der Zukunft entwickelt wird, übt einen eigenartigen Sog aus. Wenn der Ausnahmezustand ausgerufen wird, geht alles weiter wie vorher. Die Panzer rollen durch die Stadt, die Terroristen terrorisieren, es beginnt zu schneien. Nicht viel Gewalt ist nötig, um diesen sich beinahe selbst erhaltende Stasis (die eigentlich die Normalität ist) zu stützen; wenn sie stattfindet, fliegen die Fetzen, aber immer nur kurz. Melancholie & Realismus - Patlabor 2 ist von Krachern wie "Appleseed" so weit entfernt wie in diesem Genre, bei diesem Plot nur möglich. Was der Film mit Gegenlicht und Spiegelungen anstellt, ist auch heute noch sehr sehenswert.





Donnerstag, 19. Oktober 2006



Alles unter Vertrag.





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