Donnerstag, 26. Oktober 2006


Absolut großartig [via halbschatten].






Inne Fresse







Die zweidimensionale Zitrone.





Mittwoch, 25. Oktober 2006


Atomfun in Biblis






Vom 2. bis zum 5.11. finden in Nantes zum siebten Mal die Utopiales statt. Sie stehen diesmal unter der Überschrift "Invaders from Marx - conquête spatiale, utopies et rencontres du troisième type". Ich stelle dort die französische Übersetzung meines Romans Der Zensor vor. Nantes ist eine fabelhafte Stadt, und die Utopiales genieße ich immer sehr. Wer sich zufällig beruflich oder privat in der Nähe aufhält, sollte einen Abstecher wagen. Aus den früheren Jahren:

1 | 2 | 3






Den großen Hubschrauber, der einmal pro Woche die Stadt überfliegt, erkenne ich mittlerweile rein akustisch.






Weil die Entscheider in diesen Demokratien in aller Konsequenz begriffen haben, dass große Politik für sie nicht nur möglich, sondern absolut notwendig ist. An der Hobelbank stehend, sind sie bereit, die notwendigen Späne fallen zu lassen. In Deutschland erleben wir in diesem Zusammenhang die Umkonfigurierung des Selbstverständnisses, die Umwertung alter Werte, die Schaffung einer neuen Kultur, die sich zuerst in einer neuen kulturellen Rhetorik ausdrückt. Der Mief des neuen deutschen Selbstbewusstseins, die Angst um die Weltgeltung deutscher Produkte, das Wehklagen um mittelmäßige sportliche Leistungen, die herrische Ungeduld mit dem "Reformtempo", dieses ganze Bewusstsein, dass jetzt der Ernst des Lebens beginnt, nachdem die Schonzeit vorbei ist, begleitet dabei notwendigerweise den beginnenden Kampf um einen Platz an der Sonne. Er ist noch gar nicht richtig ausgebrochen, aber schon die Aussichten auf das Kommende, die Morgenluft, die aus Panik und froher Erwartung gemischte Aufbruchsstimmung kontaminiert alles mit der Hysterie, dass jetzt unbedingt gehandelt werden müsse, um irgend etwas Hochwichtiges zu retten: Deutschland, den DFB, den DAX, das Abendland, die Leitkultur. Wie die Akteure in der Wirtschaft kämpfen die Player in der politischen Sphäre darum, "gut aufgestellt" zu sein, also stellen sie sich auf, und vergessen weder die inneren noch die äußeren Werte.

Und obwohl diese Ideologie noch gar nicht genau weiß, wo sie selber hin will, obwohl sie sich noch gar nicht selber kennt, eines ist schon mal klar: Man wird Spezialisten brauchen. Die kleinen SEK-Ereignisse von Dresden und Köln und die Folterstunden in Abu Ghraib sind eben keine Exzesse, sondern verschiedene Aspekte eines unbedingten staatlichen Durchsetzungswillens, der die Verwirklichung politischer und wirtschaftlicher Interessen nicht von Klimbim wie Grundrechten und Demokratie behindert sehen will. Wer es daheim und in der Welt ernst meint mit der rechten Ordnung, der braucht ein paar starke Jungs, die ihm beim Ordnen helfen, ob sie sich nun Special Forces nennen oder KSK, SWAT oder SEK spielt keine große Rolle, das kann man den Ministerialbeamten und den Uniformschneidern überlassen.

Auf jeden Fall müssen die starken Jungs stolz auf ihre Taten und Untaten sein, Korpsgeist ist von Nutzen, und Zimperlichkeit sollte nicht zu ihren Wesensmerkmalen gehören. An Interesse und Nachwuchs für eine dienende Elite dieser Art mangelt es nicht. Das belegen so verschiedene Dinge wie die Websites zum Thema Sondereinheiten und die Mails zu meiner völlig fiktiven Erzählung Druckpunkt, in denen mich männliche Jugendliche immer wieder fragen, wie meine Zeit beim SEK eigentlich so gewesen sei. Und daran ändern auch Filme wie "Die fetten Jahre sind vorbei" nichts, in denen das SEK einmal nicht der Problemlöser für die schwierigen Lagen ist, sondern einfach übertölpelt wird. Die Demokratie als Eisenfaust im Samthandschuh mit immer weniger Samt und immer mehr Eisen wird sich auf ihre Untertanen verlassen können.






Wir erwarten ein Entgegenkommen der Sozialpartner.





Montag, 23. Oktober 2006



Verhaftet wg. Geschwindigkeitsüberschreitung.






Hot Dog Redux





Nächste Seite