Freitag, 7. Juli 2006


Selbst Zuwanderer sind vom nationalen Fußballfieber erfasst, hängen schwarz-rot-goldenes Tuch auf, tragen die deutschen Farben als Mützen und jubeln ebenso über die Siege. Schon wird gefragt, ob dies nicht ein gutes Zeichen für die Integration der Zuwanderer ist. Doch Integration bedeutet mehr als nur in Partylaune die deutschen Farben auszuhängen.

Schönbohm sagt den Ausländern, dass sie sich bloß nichts einbilden sollen.





Donnerstag, 6. Juli 2006


Das Gewitter zu nah, ich kann nicht nach Hause. Also auch noch die zweite Halbzeit. Mitfacheln & -simpeln wie alle. Irgendwann wieder diese gähnende Langeweile. Das Warten auf die weinenden Männer und die Unlust, mich auf das verkümmerte Angebot in der Gefühlsauslage einzulassen. Theater ist einfach nicht meine Kunst, ich mag nicht auf die Tour eingeladen werden. Am Morgen fade Phosphene von den aufgerissenen Augen des franz. Torwarts, wie er den Ball nicht fängt. Und von seinem Fan im Publikum, wie er da steht mit Glatze, Sonnenbrille, Trikot und Handschuhen. Sich selbst applaudierend.





Mittwoch, 5. Juli 2006



Spielanleitungen, die auf den Punkt kommen.






Kleinere Rangeleien mit 40 Festnahmen. Starke Konjunktur des Adjektivs "klein" auch in den Polizeiberichten zu den Triumphen der deutschen Gastfreundschaft (s. Ergänzungen).

Aber echte Ausschreitungen während der WM hat es auch gegeben:

Lähmendes Entsetzen herrschte auch am Spielort Dortmund, wo es nach dem Spiel nach Polizeiangaben zu kleineren Auseinandersetzungen kam. "Das Ausmaß der Ausschreitungen nach dem Gruppenspiel gegen Polen haben diese aber nicht", sagte ein Sprecher.

Na ja, was soll's:

Die Mannschaft hat ein phantastisches Turnier gespielt. Sie hat sich zerrissen und ist bis an ihre Grenzen gegangen. Ich habe die allerhöchste Hochachtung davor, was unsere Truppe geleistet hat. Diese Mannschaft hat Charakter, sie hat ein ganzes Land stolz gemacht.

Yo, Klinsi. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Letztes Mal die Niederlage im Finale, dieses Mal der Abgang im Halbfinale. Bei der nächsten WM scheidet dann hoffentlich "die Truppe" in der Vorrunde aus, und wir sparen uns das Zerreißen, die allerhöchste Hochachtung, den Charakter und den Stolz. Abgemacht?





Dienstag, 4. Juli 2006


Endlich. Vor vier Jahren.







Ladies and gentlemen: the flag of Threadbaristan.






Sachsen-Anhalt.

Update: Die SPD fürchtet einen Imageschaden.







Und so erzählte der weiße Hase der jungen Königin von Alices Abenteuern im Wunderland. (File under: Wenn sie nicht gestorben sind.)





Montag, 3. Juli 2006


Und zweitens haben wir noch eine Rechnung mit den Italienern offen. Ich bin mir sicher, dass Jürgen Klinsmann seinem Team einhämmern wird, dass wir das 1:4 von Florenz vergessen machen müssen.






Für Klinsmann stellt der Ausfall von Frings im Klassiker der dreimaligen Weltmeister zwar «generell kein Problem» da, «weil wir immer so planen, dass alle Gewehr bei Fuß stehen».





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