Montag, 14. November 2011

All my good deeds still go unpunished [größer]





Freitag, 11. November 2011

Birth of a nation [größer]





Donnerstag, 10. November 2011

Der Bayerische Rundfunk schreibt mir eine E-Mail. Man habe mich ermittelt. Als Experten zur Esoterik. Instant Nirwana und so. Ob da nicht ein Interview … ?

Ich, einer von den Ausgefuchsten, sage unter der Bedingung zu, dass es ein Honorar gibt.

Der Bayerische Rundfunk antwortet: für Interviews habe man grundsätzlich kein Geld übrig. Über eine Aufwandsentschädigung, z.B. Fahrtkosten, könne man reden. Große Summen seien da gleichwohl kein Thema. Außerdem stelle ein solches Interview ja kostenlose Werbung für mein Buch dar.

Ich erinnere den vergesslichen Bayerischen Rundfunk daran, dass er mir seinerzeit sehr wohl ein Honorar für ein Interview gezahlt hat. Und dass ich den Spruch von der kostenlosen Werbung schon zu oft gehört hätte, zumal er so hohl sei wie die Windbeuteleien der Esoterik.

Das will dem Bayerischen Rundfunk nicht eingehen. Ich verwechsele ja wohl ihn, den Rundfunk-Rundfunk, mit seinem nur sehr entfernt Verwandten, dem Fernseh-Rundfunk. Und der zahle Honorare, weil seine Produktionen ja aufwändiger auch für den zu Interviewenden seien. Das mit mir eigentlich geplante Telefoninterview wäre mich viel billiger gekommen. Der Bayerische Rundfunk wünscht mit weiterhin Erfolg mit meinen Buchprojekten.

Ich lege eine Kurzliste von Radio-Interviews vor, die meinen Kontostand verbessert haben. Diese Interviews, schreibe ich dem BR, seien von Redakteuren veranstaltet worden, die wüssten, dass von nichts nichts kommt. Ich bin verwundert über den Widerspruch zwischen dem Angebot zur Übernahme von Reisespesen und der zwischenzeitlichen Verwandlung einer Fahrt nach München in ein Telefoninterview. Ich drücke diese Verwunderung aus. Zum Schluss wünsche ich dem Bayerischen Rundfunk die Einsicht, dass seine Contentlieferanten nicht von Luft leben.

Ja, ja, so war das.

Bleibt nur die Frage: Ist es eigentlich statthaft, einen Amoklauf für den Fall anzukündigen, dass irgendein Redakteurswürstchen mir noch einmal den Spruch von der kostenlosen Werbung rüberschiebt?





Donnerstag, 27. Oktober 2011

Veracity [größer]





Montag, 24. Oktober 2011

Years from now [größer]





Derzeit wird mit Effet die neue Stuttgarter Stadtbibliothek eröffnet. Eröffnet wurde bereits am 22.10. die Videoinstalltion Lesung, die ein habes Jahr im Erdgeschoss des Neubaus zu sehen sein wird. Mein Beitrag heißt "Die anstehende Komplettierung meiner Verwandtschaft": Youtube.





Exil

Am Abend nahen die Freunde, die Schatten der Hügel. Sie treten langsam über die Schwelle, verdunkeln das Salz, verdunkeln das Brot, und führen Gespräche mit meinem Schweigen.

Draußen im Ahorn regt sich der Wind: Meine Schwester, das Regenwasser in kalkiger Mulde, gefangen blickt sie den Wolken nach.

Geht mit dem Wind, sagen die Schatten. Der Sommer legt dir die eiserne Sichel aufs Herz.

Geh fort, bevor im Ahornblatt das Stigma des Herbstes brennt.

Sei getreu, sagt der Stein. Die dämmernde Frühe hebt an, wo Licht und Laub ineinander wohnen und das Gesicht in einer Flamme vergeht.

Peter Huchel, (1965)

Man vergisst immer so leicht, wie gut Peter Huchel war. Daran erweist sich aber auch eine List des Gedächtnisses - gnädig verwischt es die Spur der Besseren in den eigenen Arbeiten: Abschied von Ærø [mp3, 2000].





Unfazed [größer]





Dienstag, 18. Oktober 2011

Baseband modulation [größer]





Mittwoch, 12. Oktober 2011

Quelle

Dieses Bild aus dem Zweiten Weltkrieg bewegt mich seit Tagen. Der Mann ist tot (laut Bildlegende Opfer eines deutschen Scharfschützen), aber er wirkt präsent und lebendig. Man merkt auf den ersten Blick nicht, dass etwas nicht stimmt, dass nichts mehr stimmt. Die Zärtlichkeit, mit der er im Tod seine Waffen hält, ist irgendwas zwischen rührend und verstörend; dass ich ihn in die Arme nehmen möchte ebenso.





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